Ferienpass Grenchen
Blumen, Fische und skurrile Muster aufs Papier gedruckt

Im Rahmen des Ferienpasses schlüpften die Kinder im Druckatelier des Kunsthauses Grenchen in die Rolle von Künstlerinnen und Künstler.

Nadine Schmid
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Ferienpass Grenchen im Druckatelier
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Ferienpass Grenchen im Druckatelier

Nadine Schmid

Es gibt Drucktechniken, mit denen ein Künstler mehrere Tage für das Erstellen eines Bildes benötigt. «Da ihr nicht so lange Zeit habt, werden wir mit den schnelleren Varianten arbeiten», meint die Kunstvermittlerin Annatina Graf verschmitzt. Zunächst zeigt sie verschiedene Techniken vor, dann können die acht Kinder gleich selbst zu den verschiedenen Materialien greifen und damit Kreatives schaffen. Aber ganz wichtig, bevor man zur Tat schreitet: In die mitgebrachten Schürzen schlüpfen, um Flecken auf den Kleidern zu vermeiden.

Am Montag fand zwei Mal hintereinander das Ferienpassangebot Druckatelier im Kunsthaus statt. Am Nachmittag für neun- bis zwölfjährige Jungen und Mädchen, am Vormittag für noch etwas jüngere Künstlerinnen und Künstler. Dabei waren die Kurse voll ausgebucht und nicht für alle Neuland: In der Nachmittagsgruppe beispielsweise hatte das Drucken zwei Jungen so sehr begeistert, dass sie sich nun das dritte Jahr in Folge im Druckatelier einschrieben.

Fantasie ohne Grenzen

Die Kinder griffen zu Farbflaschen, färbten Platten ein, und schufen sich ihre eigenen Stempel. Nach der ganzen Vorbereitungsarbeit ging es an den Druck. Dafür wurde beispielsweise ein leeres Blatt Papier auf die Platte mit der aufgetragenen und bearbeiteten Farbe gedrückt.

Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Es fand sich für jedes Kind eine Technik, die packte und faszinierte. So beispielsweise das Anfertigen eines Stempels.

Es gibt noch freie Plätze

412 Kinder haben sich laut Beatrice Schürch vom durchführenden Netzwerk Grenchen für den Ferienpass 2016 in Grenchen angemeldet. Für die dreiwöchige Dauer wurden insgesamt 190 Kurse angeboten, von denen laut Schürch stand jetzt 158 durchgeführt werden können. Einige mussten mangels Interesse abgesagt oder Daten zusammengelegt werden.

Insgesamt zeigt sich Schürch aber mit der Nachfrage zufrieden. Renner sind wie immer die Besuche bei der Polizei oder dieses Jahr auch die Bastelkurse. Auch der Kochkurs im Lindenhaus sei beliebt oder der «Piratenspass» in der Schwimmhalle Bettlach. Für die Ferienpasskurse kann man sich auch kurzfristig noch Anmelden unter Tel. 032 513 65 57 oder per mail an 
info@ferienpass-grenchen.ch. Die Homepage www.ferienpass-grenchen.ch zeigt unter «Kurse» die Anzahl freier Plätze pro Kurs an (obere Zahl in der hintersten Spalte). Eine Ferienpass-Karte kostet. 20 Fr. (5 Fr. weniger als letztes Jahr). at.

Dabei war ausschlaggebend, dass das Motiv auf dem Stempel so sehr gefällt, dass man ihn nicht nur einmal benutzen möchte. Nach dem Anfertigen einer Skizze ging es an die Umsetzung: Exaktes Arbeiten war nämlich gefragt, denn jede noch so kleine Änderung am Material war nicht mehr rückgängig zu machen. Deswegen wurde ganz vorsichtig von der Skizze abgezeichnet.

Wer einen Stempel aus einem Gummistück herstellen wollte, musste mit einem Linolmesser arbeiten. «Wenn ihr etwas schreiben möchtet, so denkt daran, dass die Buchstaben spiegelverkehrt auf dem Stempel angebracht werden müssen», instruierte Graf, die den Kindern tatkräftig zur Seite stand und Ratschläge gab.

Besonders beliebte Motive für Stempel oder Schablonen waren Smileys und Katzen. Diese wurden zum Schluss eingefärbt und teilweise mehrmals auf dem selben Kunstwerk angebracht, um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Auch zeigte sich, dass sich aus Karton, Klebeband und Farbe spannende Muster drucken lassen.

Und ebenso die Monotypie begeisterte. Kräftig färbten die Kinder eine Platte ein, um darauf mit den verschiedensten Materialien Abdrücke auf der aufgetragenen Farbe zu hinterlassen und zuletzt ein leeres Blatt darauf zu pressen. Elegante Wischspuren, Blumen, Unterwasserwelten und vieles mehr entstand durch die kreativen Einfälle der jungen Kunstschaffenden.