Staad

«Bloose bi’s chlöpft»: Am Sandlochfest waren Teamgeist, Koordination und Geschick gefragt

43 Feuerwehrmannschaften traten am Wochenende beim 22. Sandlochfest ehrgeizig gegeneinander an.

Ein Mitglied der Feuerwehrmannschaft hechtet mit einem Tennisball in die Aare, schwimmt zum Podest, erklettert es und «rutscht wie Sau» die Rutsche des dritten Postens hinunter. Nun gilt es den Ball per Seil von einem Teamkollegen wieder an Land zu ziehen. Das Ziel: in einer vorgegebenen Zeit so viele Bälle wie möglich zu ergattern.

Am 22. Sandlochfest kämpften Freitag und Samstag 43 Feuerwehrteams um den Sieg. Die meisten sind aus der Region angereist, doch es fanden sich auch Mannschaften aus dem Uri, Emmental und dem Jura. Dabei hat sich der Löschzug-Verein Staad auch in diesem Jahr mit viel Herzblut mächtig ins Zeug gelegt, um das Sandlochfest für die vielen Besucher zu einem perfekten Anlass zu machen.

Neben dem Wettkampf konnten sich die Zuschauer und die Teilnehmer in den verschiedenen Beizen kulinarisch und musikalisch verwöhnen lassen. Im AarePub wurde mit DJ Horse ausgelassen bis in die Nacht gefeiert. Dazu konnte die Hafebar im Keller der Käserei Wiedereröffnung feiern.

«Bloose bi’s chlöpft»

Rund siebzig Helferinnen und Helfer waren im Einsatz. Der Löschzug-Verein hat sich drei spannende, herausfordernde und witzige Disziplinen für den Feuerwehrwettkampf ausgedacht. Gute Zusammenarbeit, Geschwindigkeit und Geschick waren dabei das A und O. Beim ersten Posten musste erst ein Ball auf einem Holzrahmen balanciert werden. Danach war das Ziel, wie es der Name des Postens bereits ankündigte, ein Ballon zu zweit durch ein Strahlrohr aufzublasen und danach solange z’ «bloose bi’s chlöpft».

Im «Bob Roulette» ging es dahingegen im wörtlichen Sinn um das Thema drehen. So mussten die Dreierteams einen Parcours bestreiten, in dem unter anderem ein Kart auf Fässern vorwärts geschoben werden mussten. Dabei hatten diese speziellen Räder die Angewohnheit automatisch wegzurutschen. Durch einen gezielten Dartpfeil-Schuss ergatterte sich jedes Team die Teilnahme am letzten Teil des Postens: Einem Roulette, das mit einem Traktorrad, genauer mit einem Rad eines Fendt-Geräteträger aus dem Jahr 1961 angetrieben wurde.

Dabei sass jedes Team selbst auf dem Gartenstuhl-Roulette und muss Tennisbälle in die aufgestellten Kisten treffen, um dadurch eine bessere Zeit zu erzielen. War der letzte Ball geworfen und die Kuhglocke geschwenkt, wurde die Zeit gestoppt. Als Sieger ging Flumenthal/Riedholz hervor. Bereits im letzten Jahr trug Flumenthal Gold nach Hause, damals in Wettgemeinschaft mit Hubersdorf.

Rangliste Erwachsene: 1. Rang: Flumenthal / Riedholz 1. 2.: GLB Lyss. 3.: Lengnau. Jugendfeuerwehr: 1. Rang: JFW Söuze, 2.: JFW BeLoSe 2. (Bellach Lommiswil Selzach), 3.: Rang JFW Grenchen 1.

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