Schutz und Rettung
Blaulicht und Sirenen auf dem Grenchner Marktplatz

Seit Samstag ist die Einheit der drei Dienste, die zu Schutz und Rettung gehören - Rettungsdienst, Feuerwehr und Zivilschutz - offiziell. Dies feierten sie mit einem grossen Anlass auf dem Marktplatz.

Anna Tschaggelar
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. . . Ambulanz und Feuerwehr, wie Leben gerettet werden. Anna Tschaggelar

. . . Ambulanz und Feuerwehr, wie Leben gerettet werden. Anna Tschaggelar

Solothurner Zeitung

Die Sirenen der Notfallfahrzeuge waren durch die ganze Stadt zu hören. Am Samstag fand auf dem Markt- und Zytplatz in Grenchen ein Anlass der «Schutz und Rettung Grenchen» statt. So gaben Rettungsdienst, Feuerwehr und der Zivilschutz dort ihre Einheit bekannt: «Die drei Organisationen werden nun unter einem Namen strategisch geführt», erklärte Feuerwehrkommandant Bruno Bider. Jede der drei Abteilungen wird jedoch ihren eigenen Abteilungschef beibehalten.

«Es gibt nur Gewinner»

Anschliessend beschrieb Remo Schneider, Kommandant der «Schutz und Rettung», das Logo und die neue Struktur. Am 1. September, war die Organisation ins Leben gerufen worden. «Der grösste Teil des Starts ist uns gelungen. Doch es wird noch seine Zeit dauern, bis sich die ‹Schutz und Rettung› so präsentiert wie auf dem Logo.» Das Logo greift alle drei Themen in einer Einheit auf: Der «Star of Life» des Rettungsdienstes, das Dreieck des Zivilschutzes und das Strahlrohr der Feuerwehr. Alle Fahrzeuge tragen das neue Erkennungszeichen. Auch Stadtpräsident Boris Banga, würdigte die neue Einheit: «Der Einsatz und das Engagement haben sich gelohnt. Es gibt hier nur Gewinnerinnen und Gewinner.»

Zuschauer zeigten sich beeindruckt

Um den Zusammenschluss gebührend zu feiern, überlegte sich die Organisation eine besondere Aktion. Die Idee war es, den Besuchern die Arbeit von «Schutz und Rettung» näher zu bringen. Dazu wurden drei durchdachte Szenarien durchgespielt. Zum Auftakt wurde ein Unfall zweier Personenwagen inszeniert: Mit Blaulicht und Sirenenklang fuhren die Notfallwagen auf den Marktplatz. Alles lief wie im Ernstfall. Rettungsdienst und Feuerwehr machten sich auf, um die zwei Insassen aus den Autos zu befreien. Die Zuschauer zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Arbeit der Einsatzkräfte.

Das zweite Szenario spielte sich unter den Trümmern eines teilweise eingestürzten Hauses ab. Dies war die Aufgabe des Zivilschutzes. Dieser zeigte, wie ein Rettungsvorgang abläuft, um ein eingeklemmtes Opfer sicher zu befreien und welche Rolle der Zivilschutz ausübt.

Mit jungem «Feuer» gegen Feuer

Die Jungfeuerwehr versuchte sich anschliessend darin, einen Brand zu löschen. Die Zuschauer wurden Zeuge, dass auch die Jungen schon grosse Ambitionen für Zukunft bei der Feuerwehr haben. Durch diese inszenierten Unfälle, konnte man einen Einblick in die Arbeit der Organisationen erhalten, was bei den Gästen besonders gut ankam.

Während und nach den Vorführungen konnten die zahlreichen Besucher die Notfallfahrzeuge, Arbeitsutensilien, Beleuchtungswerkzeug und vieles anderes von Nahem ansehen. Im Anschluss offerierte «Schutz und Rettung» ein Apéro, bei dem auf die Entstehung angestossen wurde. Der Event dauerte rund drei Stunden.

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