Knappe zwei Wochen nach der 3. Grenchner Kulturnacht können die Organisatoren eine erste Bilanz ziehen. Ihr persönliches Fazit sei durchwegs positiv, sagt OK-Präsidentin Angela Kummer: «Wir haben inzwischen Rückmeldungen von allen Künstlern, Veranstaltern und Beteiligten erhalten, und diese sind durchs Band weg sehr erfreulich.» Die Durchmischung, die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Kunst- und Kultursparten sei sehr positiv empfunden worden. Auch das Feedback des Publikums sei positiv. «Selbst ohne ‹Blockbuster›, ohne Künstler oder Band, welche ein Parktheater füllt, war der Abend ein Erfolg. Im Gegenteil, das Publikum hat solche Publikumsmagneten nicht vermisst, das geht aus den Rückmeldungen klar hervor. Man fühlte sich weniger gestresst als noch vor zwei Jahren.»

Die Veranstalter seien sich einig, dass ein grosser Name den kleineren Veranstaltungsorten das Publikum wegnehme. «So waren wir überall gut besucht. Und gewisse Vorstellungen, wie zum Beispiel die Theatervorstellungen von Iris Minder im Kultur-Historischen Museum, waren so gut besucht, dass man sogar Publikum abweisen musste. Es gab nun mal nur gerade Platz für etwa 40 Personen.» Im Lindenhaus und im Kleintheater stiess man bei manchen Vorstellungen ebenfalls knapp an die Kapazitätsgrenze. «Wir haben ja bewusst kleinere Locations gewählt, und dieses Konzept ist aufgegangen», sagt Kummer.

Rund 350 Buttons verkauft

Silvan Granig vom Standortmarketing, Sport und Kultur, selber OK-Mitglied und Schnittstelle zur Stadtverwaltung, ist sehr zufrieden: «Wir haben rund 350 Buttons verkauft. Zusammen mit den vielen freiwilligen Helfern, den Gratiseintritten für Kinder und Jugendliche und den Gratis-Veranstaltungen wie «EPART» kommt man gut auf die im az Grenchner Tagblatt genannten 700 Eintritte.» Damit liege man etwa im Bereich der letzten Austragung vor zwei Jahren – aber mit wesentlich kleinerem Budget.

«Insbesondere die Verpflegungsstände liefen sehr gut», sagt Granig. Schon kurz nach 19 Uhr sei das Lindenhaus mit seinen Crêpes ausgeschossen gewesen, die Pfadi hätten mehr Pizzen verkauft, als sie ursprünglich gerechnet hätten, die Stadtmusik hatte schon am Abend selber einen sensationellen Risotto-Verkauf vermeldet, und auch im Kunsthaus sei mehr als in vergangenen Jahren verkauft worden.

«Mit dem Sponsoring wurde eine bedeutende Summe beigetragen», sagt Granig. Und selbst ohne dass die definitive Schlussabrechnung vorliege, könne er mit Gewissheit sagen, dass man sicherlich keinen Nachtragskredit beantragen müsse. Ganz im Gegenteil: «Wir werden aller Voraussicht nach das Budget von 50 000 Franken nicht voll beanspruchen.»

Das Organisationskomitee wolle nun den entstandenen Schwung der erfolgreichen «Blauen Nacht» mitnehmen, meint Angela Kummer. Nach den Ferien findet eine Abschlusssitzung statt und danach werde man sich sogleich an die nächste Ausgabe in zwei Jahren machen. «Es haben sich schon jetzt Kulturinstitutionen, Künstler und Vereine gemeldet, die dieses Jahr nicht mit dabei waren und die für die nächste Ausgabe ihr Interesse bekunden.» Man werde über die Austragungsorte reden müssen, denn eigentlich wäre es wünschenswert, den Marktplatz wieder miteinzubeziehen. «Aber wenn wir Zelte stellen müssen, kostet das. Darum müssen wir das genau anschauen.» Auf jeden Fall habe sich die Kulturnacht als feste Grösse einen Platz im Grenchner Zweijahres-Kalender erobert.

Die eigens für die Kulturnacht gestalteten Künstler-Buttons sind bei der Stadtverwaltung zu einem reduzierten Preis erhältlich: 5 Franken für ein Einzelstück, 20 Franken für das komplette Sechser-Set. Bestellungen unter smks@grenchen.ch, Telefon: 032 655 66 18. Es hat, solange vorrätig.