Im Projekt Regiotram Biel/Bienne ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Heute hat Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer zusammen mit den beiden Stadtpräsidenten Erich Fehr (Biel) und Adrian Kneubühler (Nidau) in Biel das Vorprojekt der neuen Tramlinie vorgestellt und über das weitere Vorgehen orientiert. Die Linienführung und die Lage der Haltestellen stehen nun mit der Ausnahme von Nidau fest. Auch über das Zusammenspiel mit dem übrigen Verkehr, die Gestaltung des Strassenraums, die nötigen Anpassungen im Untergrund, die Kosten und die Wirtschaftlichkeit des Projekts herrscht nun Klarheit. «Jetzt ist die Region gefragt», betonte Regierungsrätin Egger-Jenzer.

Regierungsrätin Egger-Jenzer zeigte sich erfreut über die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsrechnung des Regiotrams. Für jeden investierten Franken resultiert ein Nutzen von 1,5 bis 1,9 Franken. Grund sind vor allem die umsteigefreien Verbindungen, kürzere Gehwege, die Taktverdichtung und der höhere Fahrkomfort. Für die beiden Städte bietet das Tramprojekt die Chance, bestehende Verkehrsprobleme zu lösen und den öffentlichen Raum aufzuwerten.

Rund 235 Millionen Franken Baukosten

Mit rund 235 Millionen Franken (+/-20%) liegen die Kosten der neuen Tramlinie im Rahmen der ersten Schätzungen. Heute ist davon auszugehen, dass der Kanton 60 und der Bund 40 Prozent dieser Kosten übernehmen würden. Die Gemeinden und Dritte müssen mit weiteren Kosten in der Höhe von 76 Millionen Franken für die Erneuerung von Werkleitungen, die Neu- und Umgestaltung des Strassenraums und Brückensanierungen rechnen. Ein Teil dieser Kosten wird ebenfalls vom Bund getragen oder via Sonderrechnungen finanziert.

Die Bevölkerung von Biel und Nidau werde sich im Frühjahr 2013 in Volksabstimmungen dazu äussern können, ob sie die neue Tramlinie mit den damit verbundenen städtebaulichen Aufwertungen will.  (kbe/san)

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