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BGU schliesst mit schwarzen Zahlen ab

Mit 3181240 Personenkilometern beförderte die BGU Busbetriebe Grenchen und Umgebung im Jahre 2011 über 1,8 Mio. Fahrgäste. Mit regelmässigen Kontrollen will die BGU weiterhin gegen Schwarzfahrer vorgehen.

Daniel Trummer
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Nicht alle Fahrgäste lösen ein Billet am Automaten. Die BGU kämpft gegen die Schwarzfahrer.

Nicht alle Fahrgäste lösen ein Billet am Automaten. Die BGU kämpft gegen die Schwarzfahrer.

Hanspeter Bärtschi

«Der Gewinn ist nicht gerade berauschend», kommentierte der Verwaltungsratspräsident, Peter Vogt, das Jahresergebnis 2011 von 7439 Franken. Optimismus ist aber angesagt. Die Angebotserweiterungen, die 2009 realisiert wurden, kommen erst im nächsten Berichtsjahr zum Tragen und zusätzlich wird sich der neue Einnahmeverteilschlüssel der Tarifverbunde Libero und Zigzag positiv auswirken.

Von links: Hans-Rudolf Zumstein (Geschäftsleitung), Peter Vogt (Präsident) und Theo Heiri (Vizepräsident).

Von links: Hans-Rudolf Zumstein (Geschäftsleitung), Peter Vogt (Präsident) und Theo Heiri (Vizepräsident).

Daniel Trummer

Eine Kundenbefragung im Herbst, die sehr gute Noten ergab, ist Motivation genug, Angebot und Dienstleistungen auch weiterhin zu verbessern. Der Einladung zur ordentlichen Generalversammlung am Dienstag waren zahlreiche Personen gefolgt. Jahresbericht und Jahresrechnung wurden einstimmig verabschiedet und der Gewinn auf die neue Rechnung vorgetragen.

Anzahl Schwarzfahrer soll sinken

In einem Kurzreferat kam Urs Ledermann, Chef der Gruppe «Kontrolldienste», auf Billettkontrollen zu sprechen. BGU, RBS und BSU arbeiten in dieser Sache zusammen. 2011 wurden auf dem Netz der BGU 42 Fahrausweiskontrollen durchgeführt. 5,28 Prozent der Überprüften konnten keine gültige Fahrkarte vorweisen, dies führte zu Beanstandungen und Kosten für die Betroffenen. Die 14 Personen in der Gruppe sind spezifisch ausgebildet und markieren uniformiert sichtbare Präsenz. «Ich habe auch schon mein Abo vergessen», räumte Ledermann ein. Er ist überzeugt, dass mit regelmässigen Kontrollen die Zahl der Schwarzfahrer sinkt und somit auch der Ertragsverlust.

«Ich kann nicht mit zwei unterschiedlichen Flotten fahren», sagte Hans-Rudolf Zumstein, Geschäftsleiter des BGU. Er kennt die Kommentare von Leuten, die einen leeren Bus vorbeifahren sehen und kleinere Fahrzeuge fordern. Morgens, mittags und abends seien die Fahrzeuge gut besetzt, berichtet Zumstein. Auf den Linien 25 und 21 kommt es regelmässig zu Engpässen und es müssen zeitweise gar Zusatzkurse geführt werden. Geräumigere Gelenkbusse werden irgendwann zum Thema.