Grenchen

Bettle-Rank: Besser wirds erst im nächsten Jahr

Dank der guten Arbeit der Putzequipe präsentiert sich das Ausflugsziel von bester Seite. Dank der guten Arbeit der Putzequipe präsentiert sich das Ausflugsziel von bester Seite.

Dank der guten Arbeit der Putzequipe präsentiert sich das Ausflugsziel von bester Seite. Dank der guten Arbeit der Putzequipe präsentiert sich das Ausflugsziel von bester Seite.

Eine dringliche Massnahme gegen die Abfallberge in der Naherholungszone Bettle-Rank – das Fahrverbot an die Aare – lässt weiter auf sich warten. Letztes Jahr erreichte die Abfallmenge mit insgesamt 55000 Litern einen Höchststand.

Die Naherholungszone Bettle-Rank, am ersten Montag nach Sommerferienbeginn: Die 10-köpfige Putzequipe von ProWork Grenchen hat ganze Arbeit geleistet und den während einer Woche zusammengekommenen Abfall bereits in grosse schwarze und graue Müllsäcke gequetscht, weshalb sich das beliebte Ausflugsziel sauber und aufgeräumt präsentiert. Nur einzelne Plastikbeutel oder Trinkflaschen liegen noch herum. Jugendliche und Erwachsene tummeln sich im grünen Gras und der blauen Aare. Doch bevor die Putzequipe am Montag vorbeigekommen ist, sah es hier ganz anders aus, wie die 1225 Liter schweren Abfallsäcke beweisen. Trotz Präventionsmassnahmen und neuen Litteringbussen – noch ist man dem Abfallproblem nicht Herr geworden. In einer einzigen Woche Ende Juni kamen am Bettle-Rank 1800 Liter «Ghüder» zusammen, wie der Betriebsleiter von ProWork Grenchen, Bruno Käser aus der Statistik vorliest. Zwar sehe es fast so aus, als würde sich der Trend zu mehr Abfall möglicherweise nicht fortsetzen, «abschliessend kann ich das aber nicht sagen. Die Hauptsaison beginnt erst.»

Letztes Jahr erreichte die Abfallmenge mit insgesamt 55000 Litern einen Höchststand. Die Reinigungsaktion gegen das Littering steht unter der Schirmherrschaft einer Arbeitsgruppe der Regionalplanungsgruppe Repla GB. Die Aareputzete kostet jährlich gegen 50000 Franken. Die Putzleute von ProWork rücken einmal wöchentlich aus.

Fahrverbot ist überfällig

Als dringliche Massnahme hat der Gemeinderat Bettlach im Februar beim Kanton eine Nutzungsplanänderung der Witi-Schutzzone beantragt, die Zufahrt soll für Motorfahrzeuge gesperrt werden. Das Projekt wird der Kanton öffentlich auflegen. Nach dem Regierungsratsbeschluss erfolgt die Signalisation. Ab Verzweigung Sportstrasse soll der Aareweg für Motorfahrzeuge gesperrt werden, ausgenommen sind Anstösser wie Bootsbesitzer oder Mitglieder des Schäferhundeklubs sowie Landwirtschafts- und kommunale Fahrzeuge. Das Velofahren bleibt erlaubt.

Eigentlich aber war es das Ziel, das Fahrverbot im Mai umzusetzen. «Wir wollten, dass die Zufahrt noch vor der Sommersaison gesperrt wird», erklärt Jean-Pierre Ruch, Geschäftsleiter der Repla GB, «aber dann wurde erst Juni, und jetzt hat sich alles nochmals verzögert.» Das ist ärgerlich, denn so können Abfalltouristen weiterhin weitgehend ungehindert sündigen. Grössere «Sauereien» wie die Musikpartys der Vorjahre habe es dieses Jahr aber immerhin noch nicht gegeben.

Leidensdruck zu gross

Damit wird die Verkehrsmassnahme erst zur Saison 2012 Wirkung zeigen. Jonas Lüthy, Zuständiger für die Schutzzonen im kantonalen Amt für Raumplanung, erklärt die Verzögerung: «Wir wollten umsichtig sein, und haben daher zuerst eine Anhörung mit den Betroffenen gemacht. Dazu gehören Personen, die am Bettle-Rank eine Bootsanlegestelle besitzen, oder die Mitglieder des Schäferhundevereins, der dort sein Klubhaus hat.» Diese Betroffenen werden auch künftig dank Vignette an die Aare fahren dürfen. «Die vorausgehende Anhörung war nötig, denn hätten wir die Massnahme gleich aufgelegt, wären wir mit Einsprachen zugedeckt worden», sagt Lüthy.

Jetzt werden die Akten erst nach den Ferien öffentlich aufgelegt. Der Kanton stehe dem Projekt positiv gegenüber, sagt Jonas Lüthy. Was vielleicht nicht mehr alle wissen: Früher hatte die Gemeinde Bettlach sich noch gegen ein Fahrverbot zum Bettle-Rank gewehrt, wie es in der übrigen Witi-Schutzzone gilt. «Nun ist der Leidensdruck aber zu gross geworden», weiss Jonas Lüthy. Mit dem Fahrverbot jedenfalls, da sei man sich sicher, könne das Litteringproblem wesentlich entschärft werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1