Wettbewerb
Bettlacherin gewinnt Publikumsaktion der Triennale

Die Publikumsaktion der 20.Triennale war ein voller Erfolg. Gewonnen hat Esther Affolter aus Bettlach mit ihrer Druckgrafik. Der Preis: Eine Uhr.

André Weyermann
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Von links: Christian Hotz (Sponsor und Jury), seine Tochter Kim-Eva, die Gewinnerin Esther Affolter und Hugo Schott (Sponsor Edox) vor dem prämierten Werk.

Von links: Christian Hotz (Sponsor und Jury), seine Tochter Kim-Eva, die Gewinnerin Esther Affolter und Hugo Schott (Sponsor Edox) vor dem prämierten Werk.

André Weyermann

Mit Esther Affolter aus Bettlach durfte eine völlig baffe Gewinnerin den ersten Preis, eine Edox-Uhr, bei der Publikumsaktion anlässlich der 20. Triennale entgegennehmen. 20 Personen hatten sich daran beteiligt, von bereits in der Druckgrafik geübten Künstlern bis hin zu «blutigen» Anfängern in dieser Hinsicht. Es galt einen mit Drachenpapier gefertigten Entwurf auf eine Forexplatte zu übertragen, auszuschneiden und auf eine Grundplatte zu kleben. Diese diente dann als Druckvorlage und wurde mittels einer Druckpresse aufs Papier gebannt, und zwar in den Triennale-Farben Blau und Violett.

Entstanden ist so eine kleine Sonderschau, die durchaus zu gefallen wusste. Sicherlich auch ein Verdienst von Drucker Markus Leibundgut, der die Künstler fachmännisch beriet. Das sah auch die Gewinnerin so:

«Die Tipps von Markus waren enorm wichtig. Ich hatte ja vorher noch nie etwas mit Druckgrafik zu tun.» Ihr Bild zeigt für Grenchen typische Sujets: ein Flieger, eine Uhr und die Autobahnbrücke. Esther Affolter ist in der Pflege tätig und malt daneben zum Ausgleich. Ihre Werke werden an der Weihnachtsausstellung in Lüterkofen zu sehen sein. «Aber natürlich würde ich meine Bilder gerne auch einmal in einer «richtigen» Ausstellung zeigen können», meinte die überglückliche Gewinnerin.

Juriert wurde die Publikumsaktion vom Vertreter des Sponsors Edox, Christian Hotz, der in Grenchen aufgewachsen ist. «Ich bin kein Kunstkenner», bekannte er freimütig. Er habe unter all den gelungenen Werken einfach jenes ausgesucht, welches bei ihm die meisten Emotionen ausgelöst
habe.

Seitens der Stadt Grenchen überbrachte Kulturkommissions-Präsident Jean Pierre Thomsen eine Grussbotschaft. Die Triennale sei lebendig geblieben, weil sie sich immer wieder neu erfunden und so für die Stadt wertvolle Arbeit geleistet habe, ortete er das Erfolgsrezept der Grafikschau.

Claude Desgrandchamps, OK-Präsident der Triennale, dankte den Teilnehmern an dieser Aktion. «Ihr wurdet alle ins kalte Wasser geworfen und habt dennoch eine wunderbare Sache kreiert und so auch Werbung für die Triennale gemacht», erklärte er. Das hatten sie tatsächlich. Und so konnte sich jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer als Gewinner fühlen. Manifestiert wurde dies dadurch, dass alle Mitmachenden eine gerahmte Arbeit von Christiane Dubois mit nach Hause nehmen konnten. Sie hatte immerhin an der Triennale 2000 eine Auszeichnung erhalten. Guter Anschauungsunterricht und Ansporn also, es weiterhin in dieser Technik zu versuchen.

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