Die Infotage der Feuerwehr Bettlach sind für die Schüler immer wieder ein grosses Erlebnis. Rückmeldungen von Eltern zeigen laut Kommandant Patrik Gfeller, dass gewisses Wissen über Feuer wirklich verbreitet und verankert werden kann. «So kann ein Feuer verhindert werden. Oder zumindest kann richtig reagiert werden, um der Feuerwehr die nötige Zeit zur Intervention zu verschaffen.»

Werbekonzept für neue Feuerwehrleute

Entstanden ist der Infotag Feuerwehr aus zwei Stossrichtungen heraus. Einerseits äusserte der Schülerrat den Wunsch, dass die Schüler die Feuerwehr und deren Arbeit besser kennen lernen wollten. Auf der anderen Seite hat die Feuerwehr Bettlach bereits seit längerem ein «Werbekonzept» bereit, um neue Feuerwehrleute für die Zukunft zu gewinnen.

Die Aushebung und auch das Erfassen von Zuzüglern ist bereits seit mehreren Jahren an die neuen Erkenntnisse angepasst. Dieses Konzept beinhaltet aber auch die Ausbildung mit Schülern aller Altersklassen, sprich 1. Klasse, 5. Klasse und 9. Klasse. So konnte 2010 eine erste solche Veranstaltung durch die Feuerwehr Bettlach durchgeführt werden. Damals jedoch noch mit der ganzen Schule Bettlach.

Schüler durften Feuer löschen

Die Kindergärten sind schon seit längerer Zeit regelmässig bei der Feuerwehr zu Besuch. Ihnen wird auf eher spielerische Art gezeigt, was die Feuerwehr alles macht. In den Schulen jedoch verfolgt die Feuerwehr eigentlich andere Punkte: Prävention, Ausbildung und Staatspflicht.

Die 9. Klasse erhielt nebst der allgemeinen Information zusätzlich einen Vorgeschmack auf die Aushebung, können doch diese jungen Leute bereits in 2 bis 3 Jahren in die Feuerwehr aufgenommen werden. Spätestens jedoch mit 20 Jahren wird es bei allen Pflicht. Daher wurde mit ihnen die Organisation der Feuerwehr innerhalb des Kantons genauer angeschaut. Ausserdem wurden Rechte und Pflichten erläutert und auch aktuelles Geschehen anhand der Vorfälle in Japan erklärt.

«Gewinnsituation» für die Feuerwehr

Am Schluss des Infotages durften sich Schüler wie Lehrer mit der Löschdecke an einem kleinen simulierten Pfannenbrand versuchen. Mit diesem Teil der Ausbildung konnten alle etwas lernen, nämlich wie man schnell und kontrolliert einem Feuer entgegnen kann, bevor es zur Katastrophe kommt.

Mit grossen Erstaunen merkten die jungen Leute, dass es hinter dieser Löschdecke gar nicht so heiss wird und eine gute Löschwirkung erzielt werden kann. Für die Lehrer wurden Informationen, beziehungsweise Evakuierungen, Löschversuche und Wasserversorgung eingestreut, so dass alle Anwesenden etwas lernen konnten.

«Auch wenn in 2 bis 5 Jahren keiner der Schüler freiwillig in die Feuerwehr eintreten sollte, entsteht für die Feuerwehr eine Gewinnsituation», erklärt Kommandant Patrik Gfeller. Wenn nur eines der Kinder sich im Notfall richtig verhalte, kann ein Brand verhindert oder Schaden minimal gehalten werden. «Sollte dabei noch ein Menschenleben gerettet werden, dann hat sich dieser Tag bereits mehrfach gelohnt.»

* Der Text wurde von Feuerwehrkommandant Patrik Gfeller verfasst.