Strassenhockey
Bettlacher organisieren den Cupfinal

Am 15. April ist der Strassenhockeyclub Bettlach Veranstalter des Strassenhockey Cupfinal in der Sporthalle Zuchwil. Beim Spiel werden zwei Walliser Team aufeinander treffen.

Oliver Menge
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Ron Bertolla, Präsident des SHC Bettlach und Simon Ryser, OK-Chef für den Cupfinal-Anlass am 15. April in Zuchwil.

Ron Bertolla, Präsident des SHC Bettlach und Simon Ryser, OK-Chef für den Cupfinal-Anlass am 15. April in Zuchwil.

Oliver Menge

Eigentlich wäre der SHC Bettlach gerne selber im Final angetreten, doch daraus wurde leider nichts. «Mein Fehler, ich habe schlecht gezogen bei der Auslosung», sagt Ron Bertolla, der Präsident des Nationalliga A-Clubs. Denn im Halbfinal trafen in der einen Partie zwei NLB-Clubs aufeinander, in der anderen Partie musste Bettlach gegen Sierre antreten, das Los hatte so entschieden.

Die «Sierre Lions» sind in der NLA-Tabelle auf dem 5. Platz zu finden, mit zwei Punkten Rückstand auf das viertplatzierte Bettlach. Bettlach verlor das Cup-Spiel am Fasnachtssamstag aber deutlich mit 5:1. Der Weg der Halbfinalisten und schliesslich Finalisten verlief schon so komplett anders als erwartet (siehe separater Artikel). «Aber jetzt haben wir wenigstens kein Helfer-Problem», sagt Bertolla schmunzelnd.

Veranstalter Cupfinal 2017

Der SHC Bettlach hatte sich nämlich bereits vor einem Jahr dafür beworben, den Cupfinal 2017 auszurichten und zu organisieren. Ein Anlass, der nicht nur etwas Geld in die Kasse spült und dem Club die Möglichkeit bietet, sich einem grösseren Publikum zu präsentieren, sondern auch mit viel Prestige verknüpft ist und eine ideale Gelegenheit bietet, den Sport zu promoten. Man rechnete sich natürlich auch Chancen auf eine Finalteilnahme aus.

Cupfinal: Zwei Ligen, zweierlei Regeln

Im Strassenhockey wird ein Cup-Turnier durchgeführt, vergleichbar zum Cup im Fussball oder Eishockey. Im Gegensatz zur Meisterschaft, in der innerhalb der Ligen gegeneinander gespielt wird, kann es im Cup zu Begegnungen zwischen Clubs aus unterklassigen und oberklassigen Ligen kommen. Jeder Club hat so die Chance auf eine Halbfinal- oder Finalteilnahme. In der Regel bleiben am Schluss zwei Clubs der höchsten Liga übrig.

Nicht so beim diesjährigen Cup: Der NLB-Club SHC La Chaux-de-Fonds hatte in der Vorrunde den NLA-Leader Oberwil mit 10 zu 7 eliminiert, der NLB-Club SHC Martigny fegte zunächst die «Bulldozers Kernenried Zauggenried», Letzte der NLA-Tabelle, mit 7:1 vom Platz und sicherte sich im ausgelosten Halbfinalspiel gegen La Chaux-de-Fonds mit 7:2 den Finaleinzug. Bettlach verlor seinen Halbfinal gegen die «Sierre Lions» mit 1:5. Nun kommt es im Final zum Duell der beiden Wallisser Clubs SHC Martigny und «Sierre Lions».

Eine Besonderheit: In der NLB spielen 4 gegen 4 Spieler, ohne dass Offside gepfiffen wird. In der NLA spielen 5 gegen 5 mit Offside-Regel – das wurde erst vor wenigen Jahren so eingeführt. Im Final zwischen dem NLA-Club und dem NLB-Finalisten wird man aber nach NLB-Regeln spielen, also 4 gegen 4 ohne Offside.

Ochsner-Streethockey-Cupfinal
Ostersamstag, 15. April in der Sporthalle Zuchwil. Ab 13.30 Uhr: kleine Helden treffen Nationalspieler.

Ab 15.30 Uhr Cupfinalspiel SHC Martigny - Sierre Lions. Festwirtschaft mit Risotto, American Hot Dogs.
www.cupfinale.ch

Der SHC Bettlach erhielt vom Swiss Streethockey Verband den Zuschlag, den «Ochsner Streethockey Cupfinal», so die offizielle Bezeichnung, durchzuführen. «Wir planten zuerst, den Cupfinal hier auf dem Sportplatz Neufeld stattfinden zu lassen. Aber mit 500 Zuschauern, mit denen man mindestens rechnen muss, wären wir mit unserer Infrastruktur überfordert gewesen.» Ausserdem wäre man sehr vom Wetter abhängig. «Wenn es regnet, hätten wir ein Problem», so OK-Chef Simon Ryser. Aus diesem Grund beschlossen die Verantwortlichen, das Event in der Sporthalle Zuchwil durchzuführen.

Seit Anfang September 2016 ist man daran, den Anlass auf die Beine zu stellen. Es wurde sogar eine eigene Webseite kreiert, die man eventuell an einen nächsten Veranstalter weitergeben könnte, so Bertolla.

«Wir haben die Halle gemietet und dürfen die gesamte Infrastruktur nutzen, also alle Buvetten etc.» Und weil man nicht bloss das Finalspiel zeigen will, wenn man schon so einen Aufwand betreibt, findet davor ein offenes Training für Kinder und Jugendliche statt, wo sie unter Anleitung und mithilfe diverser Nationalspieler Streethockeyluft schnuppern können.

«Unter dem Motto ‹kleine Helden treffen Nationalspieler› können Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zusammen mit Nationalspielern trainieren und verschiedene Parcours absolvieren. Zusätzlich richten wir auch einen Kids Corner ein, für die ganz Kleinen», so Bertolla.

Spezielle Bedingungen

Zusätzlich zu den Kosten für die Sporthalle habe man einen ansehnlichen Betrag für das Sicherheitskonzept bereitstellen müssen, zumal sich mit den beiden Finalisten zwei Walliser Clubs gegenüberstehen, die sich nicht sonderlich gut gesinnt seien, heisst es. «Nur werden die schon genug damit zu tun haben, sich auf die Bedingungen des grossen Spielfelds einzustellen», sagt Bertolla.

Das Feld misst nämlich 60 x 30 Meter, etwa ein Drittel grösser, als ein normales NLA-Feld. «Die werden viel rennen müssen, und der Belag ist auch sehr, sehr schnell», sagt Ryser. Der Betonboden in der Halle, wo im Winter das Eis drauf liegt, wird mit einem Kunststoffbelag abgedeckt. Und weil man nach NLB-Regeln spiele, seien die Bedingungen für beide Mannschaften komplett neu.

Rund 65 Helfer werden laut OK-Chef Ryser im Einsatz stehen. «Selbst wenn wir es selber in den Final geschafft hätten, wären knapp genügend Helfer zusammengekommen. Jeder hätte einfach noch seine Eltern und seine Grossmutter mitnehmen müssen», meint er lachend.