Das gab das Familienunternehmen am Freitag bekannt. Mathys spricht von «einem erfolgreichen ersten Semester», insbesondere auch deshalb, weil das Umsatzplus trotz stark sinkender Operationszahlen für den Gelenkersatz erreicht worden sei. Man habe Marktanteile gewinnen können und offiziell gehöre Mathys seit 2012 zu den «Top Ten der Gelenkersatz-Anbieter weltweit».

Jedoch gibt sich Mathys -Chef Arne-C. Faisst verhalten optimistisch. «Die anhaltende Wirtschaftskrise verschärft den Preisdruck der Gesundheitssysteme in verschiedenen Ländern kontinuierlich. Und wir sehen keinen Abbruch dieses Trends», wird er im Communiqué zitiert. So bereiteten unerwartete und hohe Preiseinschnitte Sorgen. Deshalb habe Mathys bereits «Massnahmen definiert, um diese Herausforderungen abzufedern».

Bedeutet das einen Stellenabbau? «Nein», versichert Mediensprecherin Regula Haag. «Weder ein Stellenabbau noch die Einführung von Kurzarbeit sind geplant.» Es gehe vielmehr um interne Prozessoptimierungen, um noch effizienter produzieren zu können. Faisst rechnet trotz dieser massiven Herausforderungen auch im zweiten Halbjahr mit einem über dem Branchendurchschnitt liegenden Wachstum. Mathys beschäftigt weltweit rund 485 Angestellte, davon 285 am Hauptsitz in Bettlach. (FS)