Vor einigen Wochen trafen sich die Betreiber des «Luxory» mit Boris Banga. Sie beschwerten sich beim Stadtpräsidenten über die Polizei. Diese würde immer auf die Betreiber zukommen, auch wenn die Probleme gar nicht den Club selbst angehen würden. Wie Banga gegenüber der az betont, hätten die Betreiber nichts vertuschen wollen.

Der Stadtpräsident hat ihre Aussagen nach dem Gespräch an Roland Gerber, Chef der Stadtpolizei, weitergeleitet. Konkrete Massnahmen wurden jedoch nicht gefordert.

«Immer schon ein Puff»

Die Stadtpolizei patrouilliert munter weiter. Auch weil im Howeg-Areal, wo auch das «Luxory» untergebracht ist, regelmässig Probleme mit Lärm, Littering und auch Drogen gäbe.

Die Probleme haben laut Banga «nicht direkt mit dem ‹Luxory› zu tun». Denn neben einem Restaurant sind auch Räume für Musiker und Jugendliche vorhanden. Für Boris Banga ist klar: «Es war schon immer ein Puff dort unten».

Ist Drogendeal schuld?

Laut Medienberichten waren Drogen der Anlass des Tötungsdeliktes vom Sonntagmorgen. Mehrere Zeugen sagten gegenüber dem «Bieler Tagblatt», dass der getötete Sicherheitsangestellte einen Partygast beim Kiffen oder Dealen erwischt habe. Er habe den Gast anscheinend in einen Raum einsperren wollen, andere Partygänger hätten jedoch eingegriffen. Dabei sei es zu einer Rangelei gekommen.

Auch «20 Minuten Online» berichtet von einem ähnlichen Szenario: Ein deutscher Rapper habe Haschisch von einem Mann gekauft. Sicherheitsleute hätten den Dealer zurückgehalten und in ein leerstehendes Zimmer gebracht, sagt ein Zeuge.

Kapo Solothurn wollte die Meldungen nicht kommentieren. «Das können wir weder bestätigen noch dementieren», sagt Andreas Mock gegenüber az. Es könnten keine zusätzlichen Informationen herausgegeben werden, ohne dass es kontraproduktiv wirke. (ldu)