Am Mittwochabend war Caroline Möri in der Gemeinderatskommission präsent, als entschieden wurde, ob die mia 2014 ihre Zelte auf dem Fussballrasen aufstellen darf. Ein richtiggehendes Verhör habe sie über sich ergehen lassen müssen, sagt die mia-Besitzerin. Und danach sei der Entscheid anders ausgefallen, als man ihr vor einer Woche mündlich kommuniziert habe.

Erwartungen nicht erfüllt

Anfangs September habe Caroline Möri bei der Stadt ein Gesuch gestellt mit der Bitte, die Rasenfläche noch einmal für die Mia nützen zu können. Dies weil sie mit den Rahmenbedingungen im Velodrome nicht zufrieden gewesen sei. «Die mia 2013 war für mich ein Disaster. Versprechnungen wurden reihenweise nicht eingehalten: keine Heizung, keine Lüftung, keine Türen, nicht einmal Toiletten.»

Sie befürchte, dass es im selben Stil weitergehe. «Mit dem aktuellen Team des Velodromes arbeite ich nicht mehr zusammen», sagt sie.

Auch das aktuelle Angebot des Velodromes könne ihre Erwartungen nicht erfüllen, denn am 14. Mai 2014, zehn Tage vor mia-Start, soll die Swatch GV erstmals im Velodrome über die Bühne gehen. Das bedeutet für Möri, dass sie erst am 16. Mai in die Halle kann.

Gute Miene zum bösen Spiel

Frühere, positive Aussagen zur mia im Velodrome, nimmt Möri zurück. «Ich hätte schon damals Klartext reden sollen und nicht gute Miene zum bösen Spiel machen. Das war ein Fehler», räumt sie ein.

Sie sei quasi gezwungen worden, ins Velodrome zu gehen, sagt sie weiter. Die von der Stadt angebotene Hilfe könne sie so nicht brauchen: «Es hätte nur eine Hilfe gegeben: das Rasenfeld zur Verfügung zu stellen».

Keine Stellungnahme vom Velodrome

Für Möri ist deshalb klar: «Es gibt keine Mia mehr, weder 2014 , noch später», sagt die Messeleiterin, die schon seit längerer Zeit in Luterbach wohnt.

Ist das nicht eine Überreaktion? Und wenn jemand ihr die mia sozusagen zwischen Tür und Angel abkauft und doch noch eine Messe im Velodrome auf die Beine stellt? - «Wer das machen würde, ist nicht bei Trost, denn rein zeitlich ist es dafür zu spät», meint sie.

Beim Velodrome will man zu den Vorwürfen von Caroline Möri nichts sagen. «Wir werden keine Stellungnahme abgeben, bedauern aber, dass es keine mia mehr mit Frau Möri geben soll.», lässt sich Beat Zbinden, Verwaltungsratspräsident der Velodrome Suisse AG, vernehmen.