Grenchen
Bekiffter Rettungssanitäter wird nach positivem Drogentest entlassen

Ein langjähriger Mitarbeiter des Rettungsdienstes Grenchen fiel während des Dienstes auf. Ein durchgeführter Drogentest war positiv. Der Rettungssanitäter verlor seinen Job.

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Viele Arbeitgeber pflegen bei Cannabis analog zum Alkoholkonsum eine Null-Toleranz-Politik, so auch der Rettungsdienst Grenchen. Christian Ambühl, Chef der Grenchner Blaulicht-Organisationen, bestätigte Recherchen des Fernsehsenders TeleM1, wonach ein Drogentest im vergangenen Frühjahr zu einer Entlassung eines Sanitäters geführt hat.

Der Sanitäter sei zwar nicht benebelt gefahren, meinte Ambühl. Nachdem man festgestellt hatte, «dass irgendwo etwas nicht mehr stimmt», habe man das Gespräch mit dem Mitarbeiter gesucht, so Ambühl im TV-Beitrag, der am Dienstagabend ausgestrahlt wurde. «Dies brachte leider nichts. Danach gab es eine Kontrolle, diese war leider positiv.» Als Verantwortlicher habe er sich deshalb vom langjährigen Mitarbeiter trennen müssen.

Ob er nur in seiner Freizeit oder auch während der Arbeit kiffte, ist nicht bekannt.

Ambühl spricht von einem Einzelfall. Systematische Drogentests wolle man beim Rettungsdienst Grenchen nicht einführen.

Laut Fachleuten führt Cannabiskonsum zu einer Verlängerung der Reaktionszeit. Man kann Distanzen und Geschwindigkeit schlechter einschätzen und wird risikofreudiger. (at.)