«Die Arbeit geht uns auch im Folgejahr nach unserem Jubiläum nicht aus», sagt Elisabeth Egli, die Präsidentin von «Granges Mélanges», bei der Präsentation des aktuellen Flyers.

Dieser wird morgen in alle Grenchner Haushalte verteilt, erstmals durch die Post. «Wir haben die Post als Zusteller gewählt, weil wir so sicherstellen können, dass der Flyer an einem von uns gewünschten Tag zugestellt wird und nicht in der Fülle des Werbematerials untergeht», erklärt sie. Weil es sich beim Jahresprogramm von «Granges Mélanges» auch nicht um Werbematerial handelt, werden auch Briefkästen mit entsprechendem Kleber bedient.

Hauptfokus auf Beziehungsarbeit

«Nach dem erfolgreichen Jubiläumsjahr mit der Sonderausstellung im Kultur-Historischen Museum und dem speziell für den Anlass gedrehten Film, der zehn Personen aus Grenchen mit Migrationshintergrund porträtierte, wollen wir unseren Hauptfokus in diesem Jahr auf die Beziehungsarbeit richten.»

So will man beispielsweise das interkulturelle Sprachcafé, das jeweils am ersten Freitag im Monat stattfindet, mit einem neuen Konzept weiterführen. «Wir möchten einen Austausch zwischen Frauen unterschiedlicher Herkunft ermöglichen.

Dabei sollen die Frauen die Möglichkeit erhalten, ihre Deutschkenntnisse, die sie sich in den Sprachkursen angeeignet haben, praktisch anzuwenden.» Aber auch deutschsprachige Frauen sind willkommen. Der Themenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Ein etwas grösseres Team aus Frauen von «Granges Mélanges» hilft jeweils dabei, die Gespräche in Gang zu bringen.

«Wir haben in diesem Jahr das interkulturelle Sprachcafé schon zweimal mit Erfolg durchgeführt: Je rund 15 Frauen unterschiedlichster Herkunft, darunter auch einige Deutschsprachige, welche sich aus reinem Interesse beteiligen wollten, haben an den zwei Treffen teilgenommen und es haben äusserst interessante Gespräche stattgefunden», erzählt Anna Messerli, die Vize-Präsidentin von «Granges Mélanges».

Weiterführende Anlässe

Eine Weiterführung der Sprachkurse und des Sprachcafés soll ein gemeinsames Picknick am Sonntag, 31. August, bilden. «Es geht uns auch hier darum, dass die Frauen mit ihren Familien ihr Beziehungsnetz pflegen können», so Anna Messerli.

Vier Abende sind ganz dem Singen gewidmet: «Wir konnten für unser offenes Singen von internationalen Volksliedern Daniel Beringer gewinnen, der auch einen Gospelchor leitet», erklärt Elisabeth Egli.

Beim offenen Singen seien keine Vorkenntnisse nötig, sondern nur die Freude am Singen. «Es ist auch kein Auftritt oder so geplant, folglich braucht sich auch niemand ‹gestresst› zu fühlen, rein die Freude am Gesang zählt, egal, ob man gut oder schlecht singen kann, das spielt hier absolut keine Rolle.»

Ende Jahr ist in Zusammenarbeit mit dem Claro-Laden, der sein 25-Jahr-Jubiläum feiert, ein Filmabend mit anschliessendem Apéro geplant. Gezeigt wird ein Roadmovie und Drama um einen jüdischen KZ-Überlebenden, der sich im Alter auf die Suche nach seinen Wurzeln macht.

Einige Mutationen im Vorstand

An der Generalversammlung Ende April kommt es zu einigen Mutationen im Vorstand: So treten Gertrud Christen und Arif Karayapi aus, neu konnte man Arja Paakkolnvaara und Marjana Martic für den Vorstand gewinnen.

Beide wurden übrigens im erwähnten Film letztes Jahr porträtiert. «Wir sind sehr froh darüber, dass wir – nicht zuletzt wegen der Anlässe im vergangenen Jubiläumsjahr – tolle und initiative Frauen für unseren Verein gewinnen konnten», sagt Elisabeth Egli.

Infos unter www.granges-melanges.ch