Ende 2016 wurden 136 Unterschriften für einen «Spielplatz für unsere Kinder in Bettlach» bei Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut eingereicht. Noch im selben Jahr wurden mit Vertreterinnen der Unterschriftensammler erste Gespräche über Finanzierung, mögliche Standorte, Unterhalt und Aufsicht sowie die Parkplatzsituation geführt. Ein Entwurfspapier für die Weiterbehandlung des Geschäfts und einer Beurteilung geeigneter Standorte sollte erstellt werden.

Die drei Initiantinnen entwarfen zusammen mit der Gemeindepräsidentin und Bauverwalter Titus Moser eine Vorlage, besichtigten mögliche Standorte, stellten die Rahmenbedingungen punkto baulichen Massnahmen, Unterhalt, Trägerschaft und Finanzbedarf fest. Plötzlich nahm das Ganze mächtig an Fahrt auf. Weitere Gruppierungen wollten sich ebenfalls für den Spielplatz engagieren. Die Jugendkommission sprach sich für einen Generationenspielplatz aus, weitere Bettlacherinnen und Bettlacher waren bereit, die Initiantinnen zu unterstützen, ein Verein wurde gegründet.

Im Gemeinderat war man uneins, insbesondere über das Vorgehen und die Finanzierung. Nachdem einzelne Ratsmitglieder anfänglich die Notwendigkeit eines grossen zentralen Spielplatzes infrage stellten, stimmten dann doch alle dafür, das Geschäft weiterzuverfolgen. Eine ganze Reihe von Anträgen wurde gestellt und abgelehnt oder wieder zurückgezogen. Beispielsweise schlug die CVP eine Start- oder Geburtshilfe von 100’000 Fr. vor, der mit 7 zu 3 Stimmen abgelehnt wurde.

Mit demselben Resultat scheiterte der Antrag der SP, das Kostendach auf den in der Vorlage berechneten 255’000 Fr. zu belassen. Ein Antrag der SVP auf ein Brutto-Kostendach von 200’000 scheiterte mit 8 zu 2 Stimmen. Ein Antrag der FDP für ein Kostendach von 200’000 Fr. netto wurde dann knapp mit 4 Ja gegen 3 Nein bei 4 Enthaltungen angenommen. Die Arbeitsgruppe, in der der Verein zwei Stimmrechte haben soll, kann nun weiterarbeiten.