Grenchen

Bei Freimatt ist man auf belastetes Erdreich gestossen

Auf dem Bauplatz zwischen Güter- und Freiestrasse braucht es vor demBaubeginn Bodensanierungen.

Auf dem Bauplatz zwischen Güter- und Freiestrasse braucht es vor demBaubeginn Bodensanierungen.

Der Boden auf dem Gelände des ehemaligen Flugzeugwerkes Farner in Grenchen muss zuerst saniert werden, bevor mit dem Bau von Wohnungen begonnen werden kann. Bodenproben haben einen Hinweis auf Bodenbelastungen geliefert.

Im Bereich der Freimatt zwischen Güter- und Freiestrasse soll das verbleibende Landstück mit vier Mehrfamilienhäusern überbaut werden. Die Vorbereitungsarbeiten hatten schon 2013 begonnen mit dem Abriss von alten Industriegebäuden der einstigen Flugzeugfabrik Farner, wo zuletzt eine Brockenstube eingemietet war.

Das Areal war auch schon als Hochhausstandort im Gespräch, die Eigentümer entschieden sich aber für den Bau von mehreren Gebäuden.

Der Baubeginn für die 72 Mietwohnungen war ursprünglich auf vergangenen Februar angesetzt, doch bis heute sind keine Bagger aufgefahren. Kürzlich hat eine Spezialfirma aber weitere Bodenproben entnommen.

Philippe Berger von der Firma Komplexbau, die das Bauprojekt als Totalunternehmerin managt, bestätigt nun den Befund. Man habe schon bei ersten Proben vor einem Jahr Hinweise auf Bodenbelastungen gefunden. Der Standort sei denn auch im kantonalen Kataster für belastete Standorte verzeichnet, habe sich doch auf dem Areal früher eine Tankstelle gefunden.

«Lokale Belastungen»

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz habe man nun weitere Proben entnommen und ein Sanierungskonzept erarbeitet. «Die Belastungen haben sich als sehr lokal erwiesen, sodass nur wenige Kubikmeter Erdreich speziell entsorgt werden müssen», erläutert Berger. Noch im September soll mit dem Aushub des belasteten Erdreichs begonnen werden, danach erfolge die Abhumusierung des Feldes und der Beginn des ordentlichen Aushubes. Mit der Fertigstellung der Überbauung wird im Herbst 2017 gerechnet. Die Tiefgarage soll neu von der Freiestrasse aus erschlossen werden. Eine Zufahrt ab Güterstrasse habe die Stadt nicht akzeptiert.

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