Grenchner Fasnacht

Bei den Wagenbau-Equipen der vereinigten Fasnachtszünfte

Nicht nur Themen, die in Grenchen zu reden geben, werden von den Wagenbauern der vereinigten Fasnachtszünfte (VFZ) in Szene gesetzt. Einige Wagen sind fast vollendet, bei andern weisen erst Gerüste auf die Dimensionen hin.

«Die Schnecke und das Feuer habe ich gemalt», verkündet Selina Heimgartner. Ihre Freundin, die 14-jährige Nina Bläsi, zeichnet für die Schriften am Wagen verantwortlich. Mit kalten Fingern dabei sind auch Selina Schärer und Pascale Dufing. 20 Erwachsene und 18 Kinder bauen am Wagen der Aare-Schnägge Selzach. Bereits seit Anfang Dezember wird am Thema «himmlisch schön und höllisch gut» gearbeitet. Die Selzacher Narren feiern sich selbst, seit zehn Jahren schweben sie nämlich schon im siebten Himmel.

Super Mario fährt mit

Auch die Lunesen müssen sich kaum um den Nachwuchs sorgen. Der Siebtklässler Olivier Zahler findet das Wagenbauen «cool». Mit seinem Vater bohrt und schraubt er in der windigen Halle von Andreas Marti in Staad. Lea Zaugg führt das Kommando bei den Werkern der Luna-Zunft. Der Tower steht, muss noch eingekleidet werden und die Pistenverlängerung des Grenchner Flughafens wird am Fasnachtssonntag für staunende Gesichter sorgen. Wie gewohnt sind die Frösche in der Garage von Andreas Adam aktiv. Die Gugger der Froschzunft werden als populärste Videospiel-Figuren, als Super Marios, auf dem Wagen mitfahren. Fabian Affolter koordiniert und die 13-jährige Sarah Luder wird, bevor sie Goldschmiedin oder Lehrerin wird, bei den Fröschen «kässelen». Den Rundgang geniessen Obernarr und VFZ-Umzugschef Urs Rösselet gemeinsam mit Vertretern der Zünfte.

In Lengnau sind die Faschingszünfter in ihrem Element. Die Wagenbauer-Crew ist jung, die Stimmung fröhlich. Männer und Frauen sind stolz, ihre Arche zu zeigen. Beim nächsten angekündigten Weltuntergang werden die Narren der Faschingszunft mit Noahs Arche sicherlich gute Karten haben. Am Umzug wird die Bahnüberführung an der Kirchstrasse diesen Wagenbauern einige Geschicklichkeit abverlangen.

Monströser Wagen zum «Badifest»

Es tickt die Zeitbombe bei der Dolce Vita Zunft. Vor ihrem Baulokal an der Gibelstrasse trocknet die Beizendeko, die bald die Metzgerhalle schmücken wird. Im Innern herrscht Bombenstimmung. Dynamitstangen, digitale Zünder und Sprengstoff werden gehortet. Die grosse Bombe wird scharf gemacht, am Umzug werden Kinder als Zündhölzer verkleidet mitmarschieren und die Lunte der Begeisterung zünden. Ganze vier Monate ist Alessio Gerber auf der Welt und schon im Wagenbaulokal der Dolce-Vita anwesend. «Auch ich startete als Fasnächtlerin im Kleinkindalter», sagt seine Mutter Corinne. Klar doch, dass sie Alessio und seine Schwester Lia als Streichhölzer am Umzug präsentieren wird.

Das von Tausenden Grenchnern verschmähte «Badifest 2012» nehmen die Hilari-Narren zum Thema. Der Bau des monströsen Wagens ist weit fortgeschritten und wird zum Hingucker. Wie gewohnt wird ein zahlreiches Fussvolk um das Gefährt für Stimmung sorgen. Der Fasnachtsumzug wir farbig und kreativ und darf auch heuer nicht verpasst werden.

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