BGU-Chef Hansruedi Zumstein steht auf der Höhe der Zwinglistrasse an der Kapellstrasse und beobachtet kritisch einen der Busse, die von der Solothurnstrasse herkommend auf der Westseite der Kapellstrasse in Richtung Norden fahren. Jetzt, da man die Bauarbeiten auf der westlichen Seite abgeschlossen hat, kommt die Mitte dran: Der Belag wird weggespitzt, das Strassenfundament ausgehoben, bis zu einer Tiefe von rund 75 Zentimetern.

Der Verkehr verläuft von Nord nach Süd auf der eben fertiggestellten West-Spur, in der Gegenrichtung müssen die Fahrzeuge das östliche Trottoir benutzen. Die Fahrbahn misst an der schmalsten Stelle nur noch 2,65 Meter, der Bus ist ohne Spiegel 2,55 Meter breit. «Für den Bus wirds jetzt zu eng», sagt Zumstein, zumal das Fahrzeug wegen der Strassenneigung nach innen kippt und das ganze Gewicht auf den Rädern ruht, die bis auf wenige Zentimeter an die Baugrube reichen. «Das ist zu gefährlich.»

Zusammen mit Michael Herzog, Leiter Kommissariat Verkehrspolizei, Andreas Bauer von der Stadtpolizei und Sven Nobs, Projektleiter Tiefbau, sucht man nach einer Lösung. Für Zumstein wären eine Vollsperrung für den Privatverkehr und wechselseitiger Einbahnverkehr für die BGU-Fahrzeuge die optimale Lösung. Nicht aber für die Stadtpolizei, denn Anwohner und Geschäfte an der Gewerbestrasse wären dadurch zu stark betroffen.

Also beschliesst man kurzfristig, den Kandelaber Ecke Kapellstrasse/Zwinglistrasse zu entfernen, denn so gewinnt der Bus gleich 20 Zentimeter. Der Stadtgärtner wird zudem die Äste auf der Seite zurückschneiden. «Zum Glück haben wir hier in Grenchen so flexible Leute», sagt Zumstein. (om)