Parktheater
Ballettschülerinnen zeigten sich anmutig, biegsam und leichtfüssig

Mit zwei Bühnenvorstellungen feierte die Ballettschule Barbara Bernard ihr 30-jähriges Bestehen und zeigt anmutige und professionelle Jungtänzerinnen.

Gundi Klemm
Merken
Drucken
Teilen
 Mit ihren Sprüngen, aber auch Drehungen und Schrittfolgen begeisterten die jungen Tänzerinnen das Publikum im Grenchner Parktheater.
17 Bilder
 Stadtpräsident Boris Banga ehrte Ballettmeisterin Barbara Bernard.
Ballettschule Barbara Bernhard Grenchen feiert 30 Jahre im Parktheater

Mit ihren Sprüngen, aber auch Drehungen und Schrittfolgen begeisterten die jungen Tänzerinnen das Publikum im Grenchner Parktheater.

Hansjörg Sahli

Ballettmeisterin Barbara Bernard hätte ihrem Publikum keinen grösseren Gefallen erweisen können als mit der Aufführung der von Frédéric Chopin komponierten Ballett-Suite «Les Sylphides». Diese mythischen «Luftgeister» haben seit der Antike die Fantasie zu vielerlei Dichtungen und Darstellungen beflügelt.

Begeisterung im Publikum

Barbara Bernard hatte zur siebenteiligen Chopin-Musik eine romantische Choreografie aus Soli und Gruppentanzgestaltungen für 21 Tänzerinnen entwickelt. Anmutig, biegsam und leichtfüssig schwebten ihre in Weiss gekleideten «Teenies» in schnellen Aufstellungswechseln über die Bühne. Alle jungen Mädchen verfügen über deutliche Sicherheit im Schrittrepertoire, das von der Mehrheit sogar auf der Ballettschuhspitze absolviert wurde.

30 Jahre Ballettschule

Aus Anlass ihres 30-jährigen Ballettschul-Bestehens ehrte Stadtpräsident Boris Banga Barbara Bernard. «Wir profitieren vom erstklassigen Angebot, das Grenchen auf kostbare Weise bereichert», unterstrich er die Freude der Stadt über die langjährige Ausbildungstätigkeit der Schule, die seither auch in Solothurn wirkt.

Wie seine eigene Tochter haben Tausende von Kindern und jungen Mädchen hier die Grundausbildung in klassischem Ballett und damit eine «Schule fürs Leben» durchlaufen. Was für den Grossteil der Elevinnen und wenigen Eleven Hobby blieb, bedeutete für einige besonders Begabte Start in eine tänzerische Karriere. Barbara Bernard habe es verstanden, so der Stadtpräsident, Talente zu ent-decken und so zu fördern, dass sie ausgezeichnete Platzierungen an internationalen Tanzwettbewerben erzielten, ihre Ausbildung an namhaften Ballettschulen vervollständigten und eine Laufbahn an euro-päischen Bühnen beginnen konnten.

Wie Barbara Bernard selbst, die nach ihrer Ausbildung Engagements bei bekannten Ballettdirektoren erhielt, bis sie ihre Erfahrung in die Förderung des tänzerischen Nachwuchses einbrachte.

2009 erhielt Bernard, die 1995 den Internationalen Wettbewerb für klassisches Ballett Solothurn mit ins Leben rief, den Kantonalen Anerkennungspreis für Kultur. (gku)

Begeisterung brach im Publikum jeweils aus, wenn Vera Brotschi und Mina Schürer in Einzeldarbietungen auftraten. Beide Mädchen errangen sehr gute Platzierungen am letzten Ballettwettbewerb in Solothurn und haben seither in Haltung, Ausstrahlung, bei Drehungen, Sprüngen und Armbewegungen sichtbare Fortschritte gemacht. Doch auch die übrigen Solistinnen wie Jasmina Guem, Alexandra Just, Alexandra Kurt, Selina Böhlen, Deborah Kölliker und Tiziana Neswadba entzückten mit zauberhaften Schrittfolgen und liebenswürdiger Mimik.

Katzen tanzten im Spielzeugladen

Mit der Komposition «Im Spielzeugladen» von Josef Bayer hatte Barbara Bernard eine Komposition gewählt, die eine altersgerechte Vorstellung der grossen Nachwuchsklassen erlaubt. Da sprangen hübsch gewandete Tierkinder, da tanzten eine Katzengruppe, Schmetterlinge, kleine und grössere Kundinnen über die Bühne, die mit typischen Ausstellungsgegenständen zum Spielzeugladen gewandelt war.

Puppen, dargestellt durch sechs ältere Tänzerinnen und gekleidet in leuchtenden Farben, spielten hier die Hauptrolle. Immer wieder musste die Ladenbesitzerin deren Mechanik aufziehen, damit sie als elfengleiche Ballerinen bleiben konnten. «Das haben sie alle gut gemacht», war schon in der Pause von vielen Gästen zu hören, deren frenetischer Beifall im Finale gar nicht enden wollte.