Grenchner Fasnacht
Bald gibts die «monströsen» Plaketten

Die Grenchner Fasnachtsplaketten werden heute Samstag an die Zünfte weitergegeben und kommen bald in den Verkauf. Tragen darf man sie aber erst nächsten Mittwoch an Hilari .

Oliver Menge
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Die Plaketten der diesjährigen Fasnacht.

Die Plaketten der diesjährigen Fasnacht.

Keine Fasnacht ohne Plakette. Aber sie ist viel mehr als bloss ein nettes Schmuckstück, durch das man sich als «Sympathisant», der Fasnacht auszeichnet. Durch den Verkauf wird ein grosser Teil der Grenchner Fasnacht finanziert. «Die Zünfte selber erhalten einen vergleichsweise bescheidenen Betrag aus dem Erlös in ihre Kasse», erklärt Obernarr Diego Kummer.

Der grösste Teil des Geldes fliesse tatsächlich in die Kinderfasnacht. «Die Kinderfasnacht kostet ein paar tausend Franken. Die teilnehmenden Klassen, Gruppen, Kitas und Kindergärten werden von uns mit einem Fünfliber pro Kind unterstützt. So erhalten sie einen Zustupf ans Material, das sie für die Dekorationen und Kostüme brauchen.» Auch der Kinderball im Parktheater werde so finanziert.

Ein Teil des Geldes fliesse in den Plausch und natürlich müsse auch die Produktion der Plaketten bezahlt werden. «Summa summarum setzen wir ein paar zehntausend Franken um», so der Obernarr.

Leichter als anderswo

Die Grenchner Plakette hebt sich allerdings von den üblichen Plaketten in anderen Städten ab: Sie ist farbenfroh, leicht, «und macht folglich auch keine Löcher in die Kleider», meint der Obernarr schmunzelnd.

Aus quasi unzerstörbarem Kunststoff zeigen die drei Plaketten alle dasselbe Motiv, welches die langjährige Lunazünftlerin und Mitglied der Cocoloris-Guggenmusik, die Künstlerin Marianne Cslovjecsek, gestaltet hat: Ein Narr bläst auf einem «monströsen» Blasinstrument Konfetti in die Luft – «Monschtröös» lautet das Motto der diesjährigen Grenchner Fasnacht. «Besser, die Konfetti kommen aus dem Saxofon, als jemand schmeisst sie hinein», sagt der Obernarr und lacht.

Produziert wurden die Plaketten in einer Spezialfirma in Damphreux im Jura kurz vor Weihnachten. «Eigentlich wäre geplant gewesen, die Plaketten so wie für die letztjährige Fasnacht Ende November herzustellen, aber der Produzent machte uns da einen Strich durch die Rechnung», erklärt Obernarr Diego Kummer. Also sei nur eine kleine Gruppe der Grenchner Fasnächtler effektiv bei der Produktion dabeigewesen und habe aktiv mitgeholfen. Das Team um Richu Wehrlen habe dann das Ganze abgewickelt.

Heute zwischen 11 und 14 Uhr können die Zünfte und Guggen ihre Plaketten bei der Plaquetteuse Renata Ferrari beziehen, um sie danach weiterzuverkaufen.

Drei verschiedene Plaketten kommen in den Verkauf: Die Mittlere auf dem Foto stellt die Gönnerplakette dar, die in einer Auflage von rund 200 Stück produziert wurde. Sie kostet 50 Franken. Rechts die goldene Plakette, rund 700 Stück gelangen in den Verkauf und kosten 30 Franken. Und schliesslich links die silberne Fasnachtsplakette, von der mindestens 3000 Stück produziert worden seien. Sie kostet 8 Franken. «Insgesamt werden es gegen die 4500 Plaketten sein, die verkauft werden.»