Grenchen

Auto und toter Lenker aus Aare geborgen – kein Hinweis auf Fremdverschulden

Am Donnerstagvormittag fuhr in Staad bei Grenchen ein Auto in die Aare und versank. Das Auto wurde am Freitagmittag gefunden und geborgen. Der Lenker befand sich im Auto. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es bislang nicht.

Am Freitagmittag entdeckten Taucher nördlich von Rüti bei Büren das Auto auf dem Grund der Aare. Das Auto habe mittels Sonargerät lokalisiert werden können, teilt die Kantonspolizei Solothurn mit. Am frühen Nachmittag wurde mit einem Abschleppwagen und einer Seilwinde der Versuch gestartet, das Fahrzeug zu bergen. Der erste Versuch misslang jedoch: Das Seil riss. Im zweiten Anlauf klappte die Bergung dann. Gegen 15 Uhr war das Fahrzeug an der Wasseroberfläche.

Ebenfalls geborgen werden konnte der Fahrzeuglenker, welcher sich im Auto befand. «Für ihn kam jede Hilfe zu spät», schreibt die Polizei. Hergang und Umstände bilden Gegenstand weiterer Abklärungen. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen laut Polizei derzeit nicht vor. Weitere Auskünfte sind aus Rücksicht auf den Persönlichkeitsschutz nicht möglich.

Die Strasse entlang der Aare wurde während der Bergungsarbeiten abgesperrt. Blicke von der Berner Seite auf das Auto werden durch das Polizeiboot «MS Biber» abgeschirmt. 

Lange Suche

Damit endet eine stundenlange Suche, die am Donnerstagmittag begann. Um circa 10.45 Uhr hatte ein Passant der Kantonspolizei Solothurn gemeldet, dass ausserhalb von Staad ein Auto von einem Feldweg herkommend in die Aare gefahren und bald darauf abgesunken sei. Der Ort befindet sich zwischen dem Wiler Staad und dem Badeplatz westlich von Staad in Richtung Büren. 

Die Polizei hatte sofort eine Suchaktion eingeleitet. Mehrere Patrouillen und ein Polizeiboot waren vor Ort. Zur Unterstützung wurde ein Helikopter der Rettungsflugwacht Rega sowie Polizeitaucher der Kantonspolizei Bern aufgeboten. Laut Polizei waren aber die Sichtverhältnisse zu schlecht, weshalb man den Helikoptereinsatz wieder abbrach.

Grossaufgebot sucht in Aare nach Auto

Grossaufgebot sucht in Aare nach Auto

Um 10:45 Uhr fuhr in der Nähe von Grenchen ein Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen in die Aare und sank. Die grossangelegte Suchaktion bleibt seit mehreren Stunden erfolglos.

Mit einer Blinklampe wurde der Ort markiert, wo das Auto im Fluss verschwand. Die Strasse wurde in beide Richtungen grossräumig gesperrt. Auch Fussgänger durften nicht passieren. Am Ufer ist nicht viel vom Durchbruch des Autos zu sehen. Einzig ein Ast ist abgebrochen. Die Reifenspuren auf dem Weg sind jedoch deutlich zu sehen.

Nachdem am Donnerstag jede Spur des Fahrzeuges fehlte, wurde die Suche am Freitagmorgen fortgeführt. Man sei sich sicher, dass es sich nicht um einen Scherz handle, hiess es von seiten der Polizei. Niemand habe einfach ein Auto entsorgen wollen. Wie das Auto in die Aare fuhr, sei von einem Passanten klar beobachtet worden. Die Polizei ging davon aus, dass sich noch eine Person im Auto befindet. (ldu)

Die Polizeibilder vom März 2020

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