Grenchen
Auch Regierungsrat Ankli erweist Kirchenverwalter zum Abschied die Ehre

Der Kirchenverwalter Ruedi Köhli wirkte über 36 Jahre im Amt. Jetzt wurde der langjährige Verwalter der Reformierten Kirche Grenchen-Bettlach in den Ruhestand verabschiedet.

Andreas Toggweiler
Merken
Drucken
Teilen
Ruedi Köhli wird nach über 36 Amtsjahren verabschiedet
8 Bilder
Vereidigung des neuen Kirchgemeinderates
Apero auf dem Zwingliplatz
Am Apéro wiedervereint: Alt Stadtbaumeister Claude Barbey, rechts, und sein ehemaliger Vize, Jürg Vifian, heute Bauverwalter von Bellach
Kirchgemeindepräsident Martin Joss überreicht Ruedi Köhli eine Wappenscheibe
Verabschiedung in der Kirche
Besuch aus Neckarsulm von links Pfarrer und Kirchenvorstandsvorsitzender Walter Kepler und Vorstandsmitglieder Klaus Böhm Hans Jürgen Kahl
Hans Leuenberger Präsident der Bezirkssynode

Ruedi Köhli wird nach über 36 Amtsjahren verabschiedet

Andreas Toggweiler

Umrahmt durch die fulminante Klängen von Bachs Toccata und Fuge in d-moll, gespielt durch Organist Eric Nünlist, wurde der langjährige Verwalter der Reformierten Kirche Grenchen-Bettlach, Ruedi Köhli, im Gottsdienst vom Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Köhli übte während über 36 Jahren das Amt des Kirchenschreibers und -verwalters aus und wirkte darüberhinaus in zahlreichen lokalen und kantonalen kirchlichen Gremien.

Kein Wunder deshalb, dass auch am von der Kirchgemeinde ausgerichteten Abschiedsbankett am Sonntagnachmittag der Landammann und Kirchendirektor Remo Ankli höchstpersönlich sich die Ehre gab. Auch der Berner Synodalratspräsident Andreas Zeller, Vorsitzender der grössten reformierten Kirche der Schweiz, Bezirkssynodepräsident Hans Leuenberger und weitere kirchliche Prominenz, Köhlis Mitarbeitende und Freunde, ja sogar eine Dreierdelegation der Grenchner Partnergemeinde Neckarsulm deponierten ihren Dank, gute Wünsche und Abschiedsgeschenke. 37 Pfarrpersonen, 6 Präsidien und 10 Gesamterneuerungswahlen hat Köhli erlebt. Die von ihm geschriebenen Protokollseiten gehen dabei wohl in die Zehntausende. 1978 bis 1990 war Köhli auch Präsident der Bezirkssynode Solothurn.

Per Handschlag angestellt

«Ich wurde damals noch per Handschlag angestellt und hatte nie einen Arbeitsvertrag», sagte Köhli in seinen Dankesworten. Dass man auch so auf ihn bauen konnte, kam in den Dankadressen zuvor zum Ausdruck. «Als Ruedi Köhli Verwalter im Grenchen wurde, war ich in der dritte Klasse», sagte der Landammann. Köhli sei der in der Bibel beschriebene «treue und kluge Verwalter – heute würde man sagen: menschlich, integer und kooperativ.»

Zudem habe er sich in verschiedenen weiteren Gremien verdient gemacht, so als jahrzehntelanger Präsident der Solothurnischen interkonfessionellen Konferenz Siko, dem Angelpunkt für den Dialog zwischen Kirche und Staat. Dieses Amt wird Köhli übrigens weiter ausüben.

Andreas Zeller unterstrich die Verbundenheit und die wichtige Rolle der Solothurner Bezirkssynode in der Berner Kirche. Immer wieder sei es gerade in Grenchen zu wichtigen Begegnungen gekommen. Weitere Redner würdigten auch Köhlis Organisationstalent und seine Zugänglichkeit, die Wegbereiter waren für viele kirchliche Aktivitäten und Feste wie auch für den regen Austausch mit den Partnerkirchgemeinden in Deutschland und Frankreich.

Kirchgemeinderat vereidigt

Im von der neuen Grenchner Pfarrerin Doris Lehmann geleiteten Gottesdienst am Vormittag wurden folgende neue Kirchgemeinderatsmitglieder in ihr Amt eingesetzt: Rita Bonino, Daniela Deck, Gerd Frera, Nelly Furer (Präsidentin), Robert Gerber (Vizepräsident), Tanja Klaus, Urs Rüefli und Veronika Scheidegger; als Ersatzmitglider: Susanne Saladin und Chantal Stettler. Später vereidigt wird Sibylle Kicherer (Bettlach).

Verabschiedet wurden folgende Mitglieder und Ersatzmitglieder: Martin Joss (Präsident), Ernest Bürki, Marco Nardini, Jean Michel Notz (24 Jahre Mitglied), Karin Roth, Sybille Studer; Kommissionen: Urs Neuhaus (20 Jahre FiKo-Präsident), Silvia Geywitz, Theo Hofer, Stefan Portmann und Christian Schwarz.