Maitannli
Stäcklibuebe in Arch revanchieren sich für den «Verriss» in der Fasnachtszeitung

Der Verfasser des Archer Noahs hatte die Knaben im Dorf dafür kritisiert, letztes Jahr keine Maitannli gestellt zu haben. Jetzt haben sie reagiert.

Oliver Menge
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Christian Kurth ist seit Jahrzehnten führender Kopf und Redaktor des Teams, das für den «Archer Noah», die Archer Fasnachtszeitung, verantwortlich zeichnet. In der Ausgabe 2021 hatte Kurth die jungen Burschen im Dorf dafür kritisiert, dass sie im vergangenen Jahr im Dorf keine Maitannli aufgestellt hatten. Im Noah hiess es dazu:

Vermisst werden in Arch die Maitannli. Der «Archer Noah» konnte letztes Jahr keines finden. Ist dieser schöne Brauch bereits vergessen? Oder die heutige Jugend zu bequem?

Und weiter gab «Noah» den Rat:

Jungs, macht das, was ihr am Liebsten macht, schaut aufs Handy, dort steht die Anleitung im Internet.

Daneben war ein Foto eines prächtigen Maitannlis zu sehen.

Das liessen die Angesprochenen nicht auf sich sitzen und nahmen Revanche: Kurth staunte nicht schlecht, wurde doch ausgerechnet er selber in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai mit einer Maitanne beehrt - allerdings einer, die kopfüber vor seinem Haus aufgestellt wurde.

Kurth bezeichnete die «Retourkutsche » als «originelle Reaktion», die ihm offenbar viel Spass gemacht hat. Denn er war es selber, der diese Zeitung darüber informierte.

Der Brauch wurde in Arch also wieder durchgeführt - einfach verkehrt herum.