Der Durchgangsverkehr auf der Flughafenstrasse bleibt ein Ärgernis. Die Anwohner stören sich besonders am Lastwagenverkehr, weshalb auch im Vorfeld der neuen Landi etliche Einsprachen eingingen. Mit dem Ergebnis, dass der Gemeinderat letzten November entschied: Für die Flughafenstrasse ab Turnerstadion soll ein konsequentes Lastwagenverbot gelten (wir berichteten).

So wurde es im Februar publiziert, obwohl der Stadtpolizeikommandant diese Lösung schon damals nicht als die beste erachtete. Die Anwohner waren zufrieden. Bis diesen September, als die Verkehrsmassnahme wieder geändert wurde. Neu soll nur noch die Bahnunterführung für Lastwagen gesperrt sein.

Information fehlte

Das verunsicherte die Anwohner verunsichert. Die SP-Gemeinderäte Alex Kaufmann und Remo Bill haben den Unmut in einer Interpellation aufgegriffen. Sie kritisieren primär das Vorgehen der Polizei, welche ungenügend informiert habe.

«Die Anwohner verstehen die Änderung nicht», sagt Kaufmann. Bill ergänzt: «Schwerverkehr ist hier nicht nur ärgerlich, sondern auch für den Langsamverkehr gefährlich.» Polizeichef Robert Gerber habe die Fraktionen zwar orientiert. Das abgespeckte Verbot habe man aber nur «zähneknirschend» akzeptiert.

Erneute Beschwerden

Die Sache ist nicht ausgestanden. Nun haben die Anwohner gegen die neue Verkehrsmassnahme ebenfalls Beschwerde erhoben. Robert Gerber entgegnet, die Änderung der Verkehrsmassnahme sei aufgrund der Biedermann-Beschwerde mit dem Kanton korrekt so vereinbart worden. Die Anwohner seien während eines laufenden Verfahrens sicher nicht seine Ansprechpartner.

Tatsache ist: Mit der aktuellen Verkehrsmassnahme gilt für die Lastwagen eine Art Zubringer, allerdings erst nach Behandlung aller Beschwerden. Solange fahren die Lastwagen trotz der signalisierten Umfahrung Neckarsulmstrasse munter weiter durch die Flughafenstrasse.

Bleibt das Ergebnis der Behandlung der Anwohnerbeschwerden abzuwarten. Für die SP-Interpellanten ist die aktuelle Lösung nur eine provisorische. Für Gerber ein guter Kompromiss, denn mit einem Fahrverbot Bahnunterführung würden ja nur noch die Zulieferer durchfahren. «Und an den vielen lärmigen Bussen, die durchfahren, scheinen sich die Anwohner ja auch nicht zu stören.»