Es ist davon auszugehen, dass die 36-Jährige auf einer der wohl drei Listen der kantonalen SP im Oktober 2019 präsent sein wird. Angela Kummer ist seit 2013 Gemeinderätin, seit 2015 Kantonsrätin und Mitglied der kantonalen Justizkommission. Vor einem Jahr hat sie zudem das Präsidium der Grenchner Ortspartei übernommen. Sie ist in einer festen Partnerschaft und Mutter einer Tochter und eines Sohnes.

Die Historikerin leitet seit 2009 das Kulturhistorische Museum Grenchen und amtet als Geschäftsführerin von MUSESOL (Museumsverbund Kanton Solothurn). «Ich freue mich darauf, einen aktiven Wahlkampf zu bestreiten, meine bekannten Positionen zu vertreten. Und natürlich werde ich versuchen, wieder einmal ein nationales Mandat nach Grenchen zu holen», versprach sie.

Ertragsüberschuss von 500'000 Franken

Fraktionschef Alex Kaufmann orientierte über die Schwerpunkte im Gemeinderat. Man habe sich vor allem mit dem Standortentwicklungs-Programm Kompass, der Ortsplanungsrevision und dem Bahnhof Süd beschäftigt. Kompass sei zeitaufwendig gewesen, es hätten sich aber konkrete Massnahmen ergeben, über die die Bevölkerung in Kürze informiert werde.

Auch bei der Umgestaltung Bahnhof Süd kristallisiere sich eine Lösung heraus. Ziel müsse es sein, ins Agglomerationsprogramm von Bund und Kanton aufgenommen zu werden. Bis 2020 hat man noch Zeit. Kantonsrat und Vize-Stadtpräsident Remo Bill bedauerte, dass man trotz intensiver Bemühungen, die Verlegung des Bundesamtes für Wohnungswesen nicht habe verhindern können. Man habe aber das Interesse an der Liegenschaft bekundet.

Finanzverwalter David Baumgartner orientierte über das Budget und dessen knapp halbjährigen Entstehungsprozess: «Es ist ein langer Weg, aber dieser ist wichtig, haben wir doch nicht weniger als 2200 Konten in der Buchhaltung zu führen bei einem Budgetvolumen von annähernd 125 Millionen Franken.» Erstmals seit einiger Zeit wird wieder mit einem Ertragsüberschuss von 500'000 Franken gerechnet. «Die eingeleiteten Sparmassnahmen beginnen zu greifen», erklärte Baumgartner. Es gelte nun, vermehrt in die Infrastruktur zu investieren. Und es bleibt noch einiges an Arbeit. Die Verschuldung liegt bei 186 Franken pro Einwohner. Das sei in einem erträglichen Rahmen, kommentierte der Finanzverwalter.