Die 800 Sitzplätze im umfunktionierten Festraum waren ausverkauft. Dezente Farbtupfer an den Wänden und Kerzen auf den Tischen luden zum Verweilen.

Nach der Begrüssung öffnete sich ein schwarzer Vorhang, das Buffet der Vorspeisen war eröffnet. Anschliessend machte das Nockalm Quintett Dampf und erfreute die Zuhörer mit gut gemachter volkstümlicher Schlagermusik. Seit 30 Jahren ist die Kärntner Gruppe im Geschäft und gilt als erfolgreichste Schlagerband Österreichs. Die sieben in weiss gekleideten Mitwirkenden überzeugten mit Gitarren, K-Board, Rhythmusinstrumenten und Gesang und spielten sich im Nu in die Herzen des Publikums. Besonders der Titel, «Rivalen der Liebe», gefiel. Er wird auf dem neuen Tonträger, der im Mai erscheint, enthalten sein.

Borg verblüfft mit Einfällen

Die aufmerksame Crew des Gastgebers betreute die Gäste und freute sich mit ihnen am Auftritt von Andy Borg, der nach einem weiteren kulinarischen Höhepunkt die Bühne betrat. Kaum genesen von einer Grippe, überspielte Borg gekonnt seine noch lädierte Stimme, flachste, war schlagfertig und erwies sich als glänzender Entertainer.

Aus seinem Repertoire liess er Ohrwürmer erklingen, die das Publikum begeistert mitsang. Das garstige Wetter, das Raucher und WC-Benutzer zu spüren bekamen, nahm er thematisch auf und verblüffte mit seinen Einfällen. Natürlich erwähnte er auch seine berühmte Rolle als Moderator im Musikantenstadel und liess das Publikum mit «Die Fischer von San Juan», einem Hit von Thommy Steiner aus dem Jahre 1983, in einer Nostalgiewelle schwelgen.

Der bekennende Toblerone-Liebhaber bekam von seinen Fans mehr als nur eine der Dreiecks-Schokolade zugesteckt. Der Gabentisch auf der Bühne füllte sich dementsprechend.

Besucher begeistert

Die Rolle als Gastgeber spielte Sascha Ruefer mit Bravour. Er lädt Stars, aus seinen TV-Sendungen, die zu Freunden wurden, nach Grenchen ein. Nach dem reichlichen Dessertbuffet ging die Post mit ChueLee ab. Christan Duss und Urs Lötscher gehören seit Jahren zu einer festen Grösse der Mundart-Musikszene. Mit ihrem Musikstil, einem Mix von Rock, Pop und volkstümlichen Elementen, gelang es dem Duo mühelos die Konzertbesucher zu begeistern und zum aktiven Mitmachen zu animieren. Bis in die frühen Morgenstunden hielt die Stimmung in der Tennishalle an. Dass ein solch hochkarätiger Event in Grenchen möglich ist, haben die Macher bewiesen.