Arch
An der Turnerunterhaltung sorgen nicht nur die Piraten für Durcheinander

Dass «planlos» durchaus organisiert verlaufen kann, bewiesen die vielen kleinen und grossen Turnerinnen und Turner mit ihrem Programm in der alten Turnhalle. Ganze elf Nummern gaben sie zum Besten.

Heidi Bauder
Merken
Drucken
Teilen
Turnerabend in Arch
18 Bilder
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch
Turnerabend in Arch

Turnerabend in Arch

Andreas Kaufmann

Wiederum mit von der Partie an der Turnerunterhaltung in Arch waren «Samantha und Mam», die als Mutter und Tochter die Pausen für die Bühnenumstellung füllten.

Letztes Jahr lernte Samantha ihren Freund kennen und im diesem Jahr wollte sie mit diesem das einjährige Jubiläum in Form einer Interrailreise feiern.

Aber ihre überaus fürsorgliche und ängstliche Mutter wollte sie nicht einfach so ziehen lassen und schlug deshalb zuerst «Bewährungsferien» von Mutter und Tochter vor.

In diesen sollte Samantha beweisen, dass sie selbstständig und auf sich gestellt die grosse, weite Welt kennenlernen kann. Die arme Sam hatte es nicht leicht und erlebte so einige Peinlichkeiten mit ihrer Mutter.

Die zwei Darstellerinnen, Tina Affolter und Andrea Schlup, verkörpern ihre Rollen so gut, dass sie bereits jetzt aus dem Programm nicht mehr wegzudenken sind.

Piraten und Regenanbeter

Die kleinen KITU-Turner, verkleidet als gefährliche Piraten, versuchten das Publikum in Angst und Schrecken zu versetzen. Aber dem war nicht so: «Jöh, sind die süss!», entlockte es dem einen oder anderen Zuschauer.

Die grossen GETU-Turnerinnen und Turner wirbelten mit Hechtrollen über die Bühne und zeigten temporeiche Sprünge auf dem Trampolin. Mit Regenschirmen bewaffnet, machten sich die kleinen Jugendriege-Turnerinnen und -turner auf nach London.

Zum Lied «I’m singing in the rain» führten sie Schrittkombinationen vor. Einige strahlten dabei ins Publikum, während andere viel stärker mit dem Zählen der Übungsabfolgen beschäftigt waren.

Mit einer bereits vor ein paar Jahren gezeigten Aerobic-Vorführung wusste der Damenturnverein zu gefallen. Die zahlreichen kleinen Geräteturnerinnen und -turner zeigten bereits mit guter Körperhaltung Handstände, schlugen Räder und turnten am Barren. Sichtlich genossen sie während ihres Schlussbildes den Applaus des Publikums.

Garantierter Lacherfolg

Die Turner des Turnvereins traten einmal mehr mit einer Nummer an ihrem Lieblingsgerät, dem Barren, auf. Nach der Pause standen acht schräge Vögel auf einer Linie auf der Bühne.

Weder die Turnerinnen selbst, noch das Publikum konnte die Vögel richtig einordnen. «Sind das jetzt Strausse, Hühner oder Enten?», lautete die viel gestellte Frage.

Nichtsdestotrotz schlossen die Anwesenden die verrückten Hühner ins Herz. Der Damenturnverein zeigte mit dieser Vorführung, dass witzig umgesetzte Nummern durchaus keine grossen tänzerischen oder akrobatischen Voraussetzungen benötigen.

Rhythmusstark zeigten die grossen Mädchen, wie sie auf ihren Inlines über die Bühne kurven können. Die zweite Gruppe wagte eine Vorführung mit dem Springseil.

Grossen Applaus erntete der Damenturnverein mit seiner modern umgesetzten Tanzvorführung zum Thema «Ballermann». Etwas planlos verlief die Schlussvorführung des Turnvereins. Auf der Bühne herrschte ein ziemliches – und dennoch recht unterhaltsames – Durcheinander mit durch die Luft wirbelnde Ballerinas und Bären.