Grenchen

Amüsanter Abend im Männerparadies im Parktheater

An schauspielerischer Leistung fehlte es nicht.

Aussenansichten Parktheater Grenchen

An schauspielerischer Leistung fehlte es nicht.

Am Schluss wird alles wieder gut. Doch zuvor geht das Publikum im Parktheater mit den fünf Protagonisten in «Männerparadies» durch eine schwere Zeit.

Die Komödie lebt von etlicher Situationskomik, ausladender Mimik und einigen geistreichen Einfällen. Dazu brilliert das Ensemble des Theatergastspiels aus Fürth mit einer einwandfreien schauspielerischen Leistung.

Dieter, Kurt, Karsten und Richard haben alle ihre Erfahrungen mit Beziehungen und Ehen gemacht, sind geschieden oder verwitwet und wollen im gemeinsamen Haus eigentlich nur ihre Ruhe haben. Die Zuschauenden gesellen sich zu ihnen an einem Heiligen Abend, es herrscht Idylle. Den vier Männern scheint es gut zu gehen, trotz einiger kleiner Alltagsprobleme.

Wenn Schulleiter Dieter zu sehr auf den gemeinsam aufgestellten Regeln beharrt etwa. Wenn Zahnarzt Kurt die Abmachung, dass Frauen keinen Zutritt zum Männerparadies haben, regelmässig heimlich durchbricht. Wenn Gourmet-Kritiker Richard sie mit Delikatessen aus aller Welt verwöhnt, die nicht immer bekömmlich sind. Macken eben, man gewöhnt sich daran.

Als aber Dieters junger Stiefsohn Axel einzieht, ist es vorbei mit der Behaglichkeit. Sport und Power sollen nun Einzug halten. Das geht auf die Dauer nicht gut, die Nerven liegen plötzlich blank, was vorher toleriert wurde, wird nun – ganz zur Gaudi des Publikums – immer mehr zum Zankapfel. So verabschiedet sich einer nach dem anderen aus dem Männerparadies. Als das Bühnenbild das nächste Mal eine Weihnachtsszene suggeriert, findet sich Dieter mit sich und seinen Gedanken an bessere Zeiten alleine. Da klopft es an der Türe und die schmissige Komödie steuert ihrem unvermeidlichen Happy End zu. (awg)

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