Grenchen
Amphibien sollen geschützt werden

Seit einigen Tagen sind im Bereich der Allmend- strasse, vor allem zwischen dem Hofweg und der Kastelsstrasse, neue Froschwanderungen zu beobachten. Als Sofortmassnahme hat die Stadtpolizei Grenchen die Stellen mit Hinweistafeln markiert.

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Für wandernde Amphibien ist der Strassenverkehr in der Laichzeit eine grosse Gefahr. roger wetli/archiv

Für wandernde Amphibien ist der Strassenverkehr in der Laichzeit eine grosse Gefahr. roger wetli/archiv

Die ersten warmen Tage animieren die Tiere zur Reise zu ihren Laichplätzen. Wenn im Frühling die Temperaturen steigen, erwachen unter anderem auch Kröten und Frösche aus ihrem Winterschlaf. Bei Einbruch der Dämmerung hüpfen sie zielstrebig ihrem Ziel entgegen und lassen sich kaum aufhalten. Ihre Wanderungen finden meist in den Abend- und Nachtstunden statt. Auf ihrem Weg müssen sie oft Strassen und Wege passieren und finden dort leider in grösseren Zahlen ihren Tod.

Auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, können sie durch eine Sogwirkung eines schnell vorbei fahrenden Autos sterben. Da das Phänomen an diesem Ort relativ neu ist, besitzt der Werkhof Grenchen noch nicht über genügend Sperrmaterial, um die Amphibienwanderung zu erschweren respektive zu kanalisieren. Das Amt für Umwelt wird auch weitere Beobachtungen über die Amphibienwanderung vornehmen, um die Laichplätze und die Wanderung der Amphibien besser schützen zu können.

Die Stadt Grenchen bittet alle Fahrzeuglenker bis Ende des Monats April, die Fahrten zwischen 19 und
7 Uhr auf dieser Strecke der Allmendstrasse auf die notwendigsten zu beschränken und mit der nötigen Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme zu fahren. Als angepasste Geschwindigkeit wird insbesondere in der Dämmerung und nachts Tempo 20 km/h empfohlen. (mgt)