Am Montag ist sie mit dem «Nanny und Erich-Fischofpreis» der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) und der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz (GMS) ausgezeichnet worden.

Hafners Einsatz sei «in der heutigen Zeit und in Zusammenhang mit Migrationsströmen, Ängsten vor Zuwanderung in der Bevölkerung und rechts-)extremistischen Aktivitäten von besonderer Bedeutung», heisst es in der Begründung. Hafner-Al Jabaji moderiert seit Februar 2015 die Sendung «Sternstunde Religion» und gelte, so die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus, «als feste Grösse im Schweizer Fernsehen, wenn es um islamische Fragen geht.»

Die 45-Jährige engagiere sich nicht nur für ein besseres Verständnis des Islams, sondern auch für einen respektvollen Dialog unter den Religionen, Hafner-Al Jabaji wolle «aber nicht nur dann vom Islam sprechen, wenn es ein Problem gibt. Sie fordert seit Jahren, dass Muslime und Musliminnen zu ganz verschiedenen gesellschaftlich aktuellen oder ethischen Fragen in die Debatten einbezogen werden sollten.»

Der Preis ist mit 25'000 Franken dotiert und wird auch vom Sigi und Evi Feigel-Fonds unterstützt. Neben Hafner-Al Jabaji wurde auch der Basler Samuel Althof Kessler geehrt, der in Basel die private Fachstelle für Extremismus- und Gewaltprävention Fexx führt. Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus, die den Preis mitverliehen hat, wird von Ronnie Bernheim, Patron der Biberister Uhrenfabrik Mondaine, präsidiert.

Nanny Fischhof-Barth (1901-1997) stiftete den Preis in Erinnerung an ihre Schwester, die durch Heirat mit einem Belgier den Schweizer Pass verlor, nicht mehr in ihre Heimat eingelassen und so als Jüdin durch die Nazis ermordet wurde. Gleichzeitig war sie dankbar, dass ein österreichischer Jude im Krieg in der Schweiz aufgenommen und später ihr Ehemann wurde. (szr)