Volksskirennen
Am Riesenslalom auf dem Grenchenberg zählten Hundertstelsekunden

Am Sonntag fand der traditionelle Riesenslalom auf dem Grenchenberg statt. Vom Pfüderi bis hin zum Senior waren alle Generationen vertreten. Für den Sieg zählten Hundertstelsekunden.

Nadine Schmid
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So schnell waren die Ski-Fahrer am traditionelle Riesenslalom auf dem Grenchenberg Fotos: Nadine Schmid, Gerd Frera, Klaus Thomas
24 Bilder
Yvonne Rhyn
Keine Angst dank Coaching für die Kleinsten
Freude herrscht
Joel Schär, 3. Rang
Die Preise warten
Celine Schär
So schnell waren die Ski-Fahrer am traditionelle Riesenslalom auf dem Grenchenberg
Siegerehrung

So schnell waren die Ski-Fahrer am traditionelle Riesenslalom auf dem Grenchenberg Fotos: Nadine Schmid, Gerd Frera, Klaus Thomas

Oliver Menge

Unter perfekten Bedingungen konnte am Sonntag das vom Skiclub Selzach organisierte Volksskirennen auf dem Untergrenchenberg durchgeführt werden. Zwar zeigte sich die Sonne nur hinter einem Dunstschleier, aber die Sicht war grandios und es gab keinen Niederschlag. Genauso perfekt gestaltete sich die Piste mit nicht zu hartem Schnee. Der Schattenhang, an dem die Piste liegt, zahlte sich wieder einmal aus.

Um 11 Uhr ging es los. Rund siebzig Rennfahrerinnen und Rennfahrer aus der Region gingen an den Start. Als jüngste Teilnehmende passierte die vierjährige Elin Hunziker die Tore des Riesenslaloms. Aufgrund eines Fehlers bei der Zeitmessung musste sie den Slalom zweimal fahren, meisterte dies aber gekonnt und wurde erst in der Katergorie «Pfüderi».

Mehrere Generationen warfen sich in Skimontur. Vom Pfüderi bis hin zum Senior, teilweise kämpften ganze Familien, vom Enkel bis hin zu den Grosseltern, um die Bestzeit. Für die drei besten Kinder gab es eine Medaille zu ergattern.

Die vierjährige Elin Hunziker musste den Slalom zweimal fahren, meisterte dies aber gekonnt.

Die vierjährige Elin Hunziker musste den Slalom zweimal fahren, meisterte dies aber gekonnt.

Rund die Hälfte aller Mitglieder vom Skiclub Selzach nahmen teil und stellten damit auch gerade rund die Hälfte der Rennfahrer. Da sie zweimal die Woche auf dem Grenchner Hausberg trainieren, besassen sie einen gewissen Heimvorteil. Mirthe Hummel fuhr mit 0:44.95 die Tagesbestzeit. Moderator Markus Dietschi informierte per Mikrofon gewieft über den Verlauf des Rennens.

Mächtig ins Zeug gelegt

Die drei letzten aktiven Fahrer des Skiclubs Grenchen vollführten ihr traditionelles Rennen wie auch schon letztes Jahr im Rahmen des Volksskirennens. «Wir haben damals beim Skiclub Selzach angefragt», erklärt Paul Rhyn vom Grenchner Skiclub. Davor hätten sie die Organisation ihres Rennens selbst vorgenommen.

So führten sie auch als Einzige beim Volksskirennen einen zweiten Lauf durch, wobei in ihrem Klassement die Zeitdifferenz zwischen den beiden Läufen entscheidend war. Rhyn bezeichnet sich selbst als «Heimweh-!
Grenchner»: Inzwischen seit längerem im Kanton Aargau wohnhaft, hat sein Herz nie aufgehört, für den Grenchner Skiclub zu schlagen.

Markus Dietschi moderierte das spannende Rennen.

Markus Dietschi moderierte das spannende Rennen.

Die Organisatoren und Helfer haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um hervorragende Bedingungen zu schaffen. «Am Samstag haben wir die Piste präpariert», erklärt Christoph Rauber, Präsident des Skiclub Selzach. Am Sonntag früh standen schon zahlreiche Helfer bereit, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Das Volksskirennen gibt es bereits seit über siebzig Jahren. Bis 2013 fand es auf dem «Brüggli» statt und wurde dann aus Sicherheitsgründen auf den Grenchenberg verlegt.

Natascha vom Skiclub Selzach mit ihren beiden Nachbarinnen Meret (links) und Hanna (rechts).

Natascha vom Skiclub Selzach mit ihren beiden Nachbarinnen Meret (links) und Hanna (rechts).

Bei der Bar am Pistenrand konnte man sich mit heissem Apfelmost, Glühwein und leckeren Brötchen von Vreni Schneider stärken, der Wirtin des Restaurants Untergrenchenberg. Die Zuschauer haben sich zahlreich versammelt. Dabei wurde emsig angefeuert und das Handy gezückt, um eine spektakuläre Fahrt festzuhalten.