Grenchen
Am Modellflugtag erobern Täfeli-Bomber, Tante Anna und Co. die Lüfte

Die Modellfluggruppe Grenchen lädt kommenden Sonntag zum traditionellen Flugtag auf dem Regionalflughafen ein.

Peter Brotschi
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Die Hawk – ein Jettrainingsflugzeug, das auch zu sehen sein wird. Hier in einem Spezialanstrich der Royal Air Force.

Die Hawk – ein Jettrainingsflugzeug, das auch zu sehen sein wird. Hier in einem Spezialanstrich der Royal Air Force.

pbg

Wenn die Tage kürzer werden, dann kündet sich der Flugtag der Modellfluggruppe Grenchen an. Schon seit Jahrzehnten ist es Tradition, dass der Regionalflughafen Grenchen an diesem Tag den vom Boden aus gesteuerten Flugzeugen gehört. Viele Grossmodelle und Formationsflüge mit Jets werden das Publikum begeistern.

In der Regel haben die Grenchner Modellflieger nördlich des Witibaches ihren Platz, zusammen mit der Landefläche der Fallschirmspringer. Aber einmal im Jahr gehört der «grosse» Flughafen der Modellfluggruppe Grenchen. Vor dem Kontrollturm, auf dem sogenannten Tarmac, werden die Modelle präsentiert und vorgeflogen. Der asphaltierte Boden eignet sich sehr gut für Starts und Landungen von Jetflugzeugen. Stündlich haben die «Grossen» zwar Slots für Starts und Landungen, sonst aber dominieren auf dem Flughafen die kleineren Flugzeuge, in deren Reihen aber wiederum ganz schön grosse Modelle zu sehen sein werden.

Einer der Höhepunkte wird die Demonstration des Swiss Formation Teams sein. Hinter diesem Namen stehen die beiden Modellflugpiloten Maik Stuber (Gossliwil) und Daniel Affolter (Lüterkofen). Seit fast zehn Jahren fliegen sie zusammen Formationsflug. In Grenchen werden sie mit dem Hawk zu sehen sein, dem ehemaligen Trainingsjet der Schweizer Luftwaffe, der auch von den «Red Arrows», dem britischen Formationsteam der Royal Air Force, geflogen wird.

«Tante Anna» ist auch da

Die Vielfalt der Luftfahrt wird am Modellflugtag zu sehen sein. Da sind einmal die unterschiedlichsten Fluggeräte, von der «Tante Anna», dem grössten Doppeldecker der Welt über historische Maschinen bis zu Helikoptern und Segelflugzeugen. Da sind aber auch die verschiedenen Flugarten, vom tollkühnen Kunstflug über Fallschirmabsprüngen bis zu Flugrennen um Pylone. Etliche der Piloten, die in Grenchen zu Gast sind, haben auf nationaler und internationaler Ebene einen guten Namen. So etwa Michael Tschiemer: Er ist Schweizer Meister bei den Scale-Helis, also den originalgetreu nachgebauten Helikoptern, die auch möglichst real vorgeflogen werden sollen. Tschiemer wird in Grenchen den legendären Helikopter Alouette III vorführen, der bei der Luftwaffe und bei vielen privaten Firmen während Jahrzehnten im Einsatz war. In Grenchen wird er in den Farben der Air Glacier sein, die im Wallis und im Berner Oberland tätig ist.

Weitere Grossmodelle zeigen verschiedene ehemalige Kampfjets wie Starfighter (also wie jenes Flugzeug im Flughafen-Kreisel) und eine McDonnell-Douglas MD-11, ein dreistrahliges Grossraum-Verkehrsflugzeug, das auch bei der Swissair im Dienst stand. Für die Kinder wird wiederum der «Täfeli-Bomber» abheben, wie jedes Jahr geflogen von Markus Minder; die Bonbons werden von einem legendären Schweizer Flugzeugtyp getragen, dem Pilatus PC-6 Porter. Nicht fehlen wird die «Schaumparty», an der viele kleinere Modelle wie Mücken um die Wette fliegen werden. Auch ein menschtragendes Flugzeug wird zu sehen sein: Marc Rollier aus Safnern zeigt die Turbine Legend, das schnellste einmotorige Flugzeug auf dem Flughafen Grenchen. Für Abwechslung ist also wie immer an den Grenchner Modellflugtagen gesorgt, eine Festwirtschaft und Verkaufsstände runden den Anlass ab.

Sonntag, 24. September, Regionalflughafen Grenchen, Modellflugtag der Modellfluggruppe Grenchen, 10 bis 17 Uhr. www.mg-grenchen.ch

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