Grenchner Fasnacht

Am Kinderball waren so viele kleine Fasnächtler wie noch nie zuvor

Kindernarr Patrick Meier hat am Dienstag zum traditionellen Kinderball geladen. Dabei wurde der bisherige Rekord gebrochen: Über 750 Eintritte ins Parktheater sind gezählt worden.

«Geng wie geng»: Bereits mehr als eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn werden das Parktheater und das Foyer gestürmt und sind bald fast bis auf den letzten Platz besetzt. Mamis, Gotten, Tanten, vereinzelt auch Papis und Onkel legen nochmals Hand an und kümmern sich um die letzten Details an den Kostümen, den Masken oder den wichtigen Utensilien ihrer Kleinen.

Denn der Säbel beim Piraten, der Besen bei der kleinen Hexe, der Zauberstab beim Zauberer und der Cowboy-Hut beim kleinen Westernhelden dürfen natürlich nicht fehlen. Dann stürmen sie los, die kleinen Fasnächtler, und stürzen sich in den Rummel vor und auf der Bühne. DJ Horse am DJ-Pult gibt alles, ein Hit jagt den anderen, es wird getanzt und gehüpft.

Kinderball Grenchen

Videoimpressionen vom Kinderball

Schon kurze Zeit nach dem «offiziellen» Start um 14 Uhr die erste Showeinlage: Daniel Wisard alias DJ Horse tanzt vor und die ganze Meute tanzt mit. Prinzessinnen, Supermänner, Darth Vaders – mit Laserschwert natürlich – Piratinnen und Eisbären, Hexen, Magier, Feen, Indianer, Engel, Haremsdamen, direkt aus 1000 und einer Nacht und viele andere fantasievolle Kostüme tollen umher.

Kurz darauf reihen sich zwei Punker-Ladys ein in «die grösste Polonaise, die es je gab». Die ersten Konfetti-Säcke sind bereits unters Volk gemischt und werden eifrig wieder gesammelt; in Hüten, Schürzen, Schachteln, um sie sogleich wieder den nächsten Opfern anzuwerfen.

Neue Attraktionen

Im Foyer bedient Kindernarr Patrick Meier derweil die Schoko-Köpfli-Wurfmaschine. Die Schlange, um eine der Süssigkeiten zu ergattern, reicht fast bis zum Eingang. Dort ist auch die zweite Neuerung zu sehen: eine Torschuss-Anlage. Gegen Ende des Nachmittags werden hier die Gewinner ausgelost und erhalten einen Siegerpokal.

Wer noch nicht ausreichend geschminkt ist, kann sich gleich an zwei Stationen mit Airbrush verschönern lassen, Totenköpfe für Piraten, Blumen für Feen, alles ist hier möglich.

Die 11-jährige Laura, eine waschechte Piratin von Kopf bis Fuss, ist begeistert, sie ist erst zum 2. Mal mit dabei. Ihre Kollegin Gina Maria, ein maskierter Zorro, besucht den Kinderball bereits zum 5. Mal. «Dieses Jahr ist viel mehr los als sonst. Und mehr Leute hat es auch.» Den beiden gefällt der Magier besonders, der einem Grüpplein im Foyer einen Kartentrick zeigt.

Auf der Bühne geht etwas später nochmals die Post ab, denn obschon nicht mehr in den Charts – «Gangnam Style» kennen die meisten und den dazugehörigen Tanz auch. Nicht nur die Kinder sind verkleidet, eine ganze Familie kommt im Wild-West-Look, Gemeinderätin Angela Kummer tritt als Pharaonentochter in Erscheinung, Ober Diego Kummer trägt sein fasnächtliches Astronautengewand, irgendwo summt auch eine erwachsene Biene Maja umher, eine Teufelin sucht ihre Tochter im Gewühl vor der Bühne.

Ballone schweben vom Balkon, die Stimmung ist ausgelassener denn je. Dazu trägt auch die Guggenmusik «Schuelschwänzer» bei, die traditionsgemäss den Kinderball musikalisch bereichert. Ihr Auftritt wird von der Menge frenetisch bejubelt.

Kindernarr Meier und sein Team haben ganze Arbeit geleistet: Seit 10 Uhr morgens waren sie damit beschäftigt, das Parktheater zu dekorieren. Der Aufwand hat sich gelohnt: Kurz nach 15 Uhr ist von der Kasse zu hören: «Neuer Rekord! Über 750 Eintritte, und es kommen immer noch Leute.»

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