Grenchen

Am Grenchner Pfaditag fanden die Kinder den Zugang zur Natur

Ein gemeinsamer Schnuppertag fand in Grenchen regen Zuspruch. Rund 50 Kinder nahmen am Pfaditag teil, 16 davon waren zum ersten Mal dabei. Getreu dem Motto «Pfaditag 2014 – Die Zeitreise» machten sie sich auf für eine Reise durch die Zeit.

Unter dem Motto «Pfaditag 2014 – Die Zeitreise» trafen sich am Samstag im gesamten Kanton Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zum ersten gemeinsamen Schnuppertag der Pfadi. Auch in Grenchen konnte man sich eines regen Zulaufs erfreuen. Von den rund 50 Kindern, waren 16 zum ersten Mal bei einem Pfadianlass mit dabei.

Die Ausgangslage bildetet sich dabei wie folgt: Die beiden Wissenschaftler «Dr. C. Bondi» und sein Assistent «Dr. Prof. Düsentrieb» haben nach jahrelanger und streng geheimer Forschung endlich ihr Projekt verwirklicht: Eine Zeitmaschine. Zusammen mit den Kindern wollen sie sich nun auf Zeitreise begeben, um die Dinosaurier zu erforschen. Doch etwas schien furchtbar schief gelaufen zu sein! Anstatt bei den Urzeitgiganten zu landen, sahen sich die Kinder plötzlich mit Rittern, Hippies, Mafiosi und Chinesen konfrontiert. Und zu allem Überdruss wurde auch der Erzkristall «Elementium» gestohlen, der zum Bedienen der Zeitmaschine bitter notwendig ist.

Kartenteile sammeln

Um wieder in ihr Zeitalter zurückreisen zu können, hatten die Kinder, in vier Gruppen aufgeteilt, nun die Aufgabe an vier verschiedenen Posten Aufgaben zu erfüllen, um so an Informationen zu gelangen, die zum Aufenthaltsort des Diebes und zum «Elementium» führen. So mussten die jungen Zeitreisenden beim Posten der Ritter eine Mutprobe bestehen, indem sie mittels einer Seilbrücke eine Schlucht überquerten.

Bei den Mafiosi wiederum wurden die kleinen Spürnasen mit Gesichtsfarbe bemalt, damit sie sich gegen den Dieb tarnen konnten. Die Chinesen halfen den Kindern ein Schutztotem anzufertigen und beim letzten Posten sammelten sie zusammen mit den Hippies als Sugus getarnte Energiesteine, die im Wald verborgen waren. Jedes Mal wenn eine Gruppe einen der Posten erfolgreich abgeschlossen hatte, bekamen sie ein Stück einer Karte.

Am Ende hatten die eifrigen Sucher also 16 Fetzen beisammen, die sich zu einer einheitlichen Karte zusammenfügen liessen. Die Karte offenbarte nun endlich das Versteck des Übeltäters. Der Dieb war kein geringerer als der Assistent «Dr. Prof. Düsentrieb», der sich inzwischen aus dem Staub gemacht hatte.

Nach kurzer Suche hatten die Kinder den Halunken gestellt und ihn, auf nicht gerade zimperliche Art und Weise, gefesselt. Der Schurke erläuterte den siegreichen Ganovenjägern auch gleich die Motive für seine Tat. Er wollte unbedingt verhindern, dass die Zeitmaschine sie alle ins Zeitalter der Dinosaurier befördert, da er aufgrund des Filmes «Jurassic Park» ziemlich schlechte Erfahrungen mit den Riesenechsen gemacht habe.

Begeistern für die Natur

Der Schnuppertag schien ganz im Sinne der Pfadileitung verlaufen zu sein. Denn auf diese Weise konnte man die Kinder wieder einmal weg von der heimischen Stube und den Spielekonsolen locken und ihnen dafür die freie Natur schmackhaft machen. So sieht es auch Tobias Neuhaus alias Candesco: «Gerade in der heutigen, technischen Zeit ist es wichtig, dass die Kinder den Zugang zur Natur nicht verlieren». Deshalb arrangiert die Pfadi Johanniter Grenchen regelmässig Schnupperanlässe und dies mit offensichtlichem Erfolg. «Wir haben den Mitgliederschwund, mit dem alle Vereine kämpfen, in letzter Zeit ziemlich gut in den Griff bekommen», sagt Neuhaus.

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