Die Grenchner Fasnacht naht mit Riesenschritten. Und wie es guter Brauch ist, besteht der erste fasnächtliche Akt darin, den amtierenden Stadtpräsidenten abzusetzen. Am kommenden Montag ist es wieder so weit.

«Jo waaa? – dr nöi Stapi muess scho wieder gah». Das dürfte die kürzeste Amtszeit eines Stadtpräsidenten weitum sein: Am 6. Januar eben noch alle im Hôtel de Ville begrüsst, das Büro eingerichtet, und am 13. Jänner ist schon alles wieder vorbei.

François Scheidegger hat seinen Posten zu räumen, wird schlicht abgesetzt und kann für längere Zeit in die Ferien verreisen. Obernarr Thomi Meister übernimmt nämlich traditionsgemäss am Hilari die Führung der Stadt und sorgt so schon wieder für eine Wende.

Meister löst Scheidegger ab

Mit kakofonischem Lärm und noch (viel) mehr wird der Stadtamme im De Ville Punkt 18.30 Uhr die Schlüssel an Thomi Meister übergeben. Die Öffentlichkeit ist zum Applaudieren und zum feierlichen Umtrunk eingeladen.

Die Zünfte halten anschliessend ihre Generalversammlungen ab, bevor ab 22.30 Uhr auch heuer wieder alle Grenchnerinnen und Grenchner im «Baracoa» diesen historischen Akt bei Musik begiessen und Rückschau auf die Kürzestamtszeit von François Scheidegger halten können.

Eigentlich schon am 12.

Noch besser ist allerdings die Vorschau auf die Fasnacht 2014, die bei jeder Witterung am 27. Februar beginnt. Wer übrigens am Sonntag, 12. Januar, bei der Errichtung des Hilara-Denkmals durch die Wiiiber und Amedisli auf dem Märetplatz nicht dabei sein konnte, kann die Besichtigung am Hilaritag vor dem Abstecher ins «Baracoa» nachholen.

Die Plakette «Jo waaa?» von Marc Reist gestaltet wird natürlich ebenfalls ab nächstem Montag getragen. (tss)