Aus Grenchens Strassenbild verschwindet ein Stück fliegerische Vergangenheit. An der Güterstrasse wird zurzeit ein altes Fabrikgebäude abgebrochen, welches einst die Wiege der Farner Flugzeugwerke war. Das Gebäude war allerdings in einem schlechten Zustand und wurde zuletzt noch als Brockenstube genutzt.

Das Grundstück, das bis vor kurzem dem Grenchner Unternehmer Ernst Thomke gehörte, wurde an die Berner Firma Monviso verkauft. Thomkes Tochter Sybille und ihr Bieler Architekturbüro Spax ist aber mit der Projektierung einer Wohnüberbauung betraut, wie diese auf Anfrage bestätigt. «Ja, wir planen eine schöne Wohnüberbauung, die dieses Quartier bestimmt aufwerten wird», bestätigt Sybille Thomke. Details könne sie noch keine bekannt geben, da noch nicht sicher sei, ob ein Gestaltungsplan notwendig sei.

Die einstigen Farner Werke Grenchen weichen einer geplanten Wohnüberbauung

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Bodenuntersuchungen nötig

Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn erstmals seit Jahrzehnten in Grenchen wieder ein Hochhaus gebaut würde. Es handelt sich um eine der wenigen Orte der Stadt, wo ein Hochhausbau explizit möglich wäre. Thomke will das nicht ausschliessen, betont aber, dass verschiedene Möglichkeiten geprüft werden. «Denkbar wären beispielsweise auch mehrere viergeschossige Bauten mit Attika.

Bis eine Detailplanung möglich wird, braucht es zudem noch Bodenuntersuchungen. Bereits im Sommer wurden auf dem bisher unbebauten Teil des Grundstücks Bodenproben entnommen. «Das ist auch der Grund, warum jetzt das alte Fabrikgebäude abgerissen wird», erklärt Philippe Berger von der beauftragten Firma Berger Komplexbau. «Wir brauchen noch weitere Sondierungen vom Untergrund, wo die Fabrik gestanden hat.»

Denn denkbar ist, dass zuerst noch Altlasten zu beseitigen sind. Bei der Überbauung das SWG-Geländes auf der anderen Seite der Bahnlinie war dies der Fall.