PalliativeCare Bettlach ist Anfang 2011 aus einer Notwendigkeit heraus entstanden. Die freiwilligen Mitarbeiter des Vereins wollen die Bettlacher Einwohner mit schweren oder unheilbaren Krankheiten unterstützen und sie begleiten. Ebenfalls sollen die Angehörigen entlastet werden. Gemäss Christina Affentranger Weber, der Präsidentin, sollten die Hilfe und die Dienstleistungen des Vereins durch die Veranstaltung bekannter werden. Denn das Alter und das Älterwerden ist ein wichtiges und aktuelles Thema, vor allem in Bettlach, wo sehr viele alte Personen leben.

Neuland betreten

Erwartungen hatten die Organisatoren keine grossen, denn ein Aktionstag wie diesen gab es vorher noch nie. Daher war es schwierig, einzuschätzen, was sie erwartet. An Besuchern mangelte es jedenfalls nicht. Bereits um 10 Uhr waren viele Gäste anwesend und lauschten eine knappe Viertelstunde später einem Vortrag der Kantonspolizei Solothurn zum Thema Sicherheit im Alter. Ebenfalls wesentliche Themen waren beispielsweise die Ernährung, der Humor oder die Bewegung im Alter. Nicht nur durch Reden, sondern auch durch die vielen Informationsstände konnten die Gäste, vorwiegend ältere Personen, vieles erfahren und lernen.

Interessant war auch die Rede von François Höpflinger, Experte für Fragen zum Alter, so Affentranger. Für ihn sei die psychische Stärke wichtiger als die körperliche. Denn zur psychischen Stärke gehöre es zum Beispiel, Neues und Veränderungen zu akzeptieren. Für eine bessere Lebensqualität und ein gutes Wohlbefinden spielen verschiedene Faktoren wie die Knüpfung von sozialen Kontakten, eine gute Pflege und Versorgung oder die Versöhnung mit seiner eigenen Lebensgeschichte zusammen.

Bedürfnisse mitteilen

Ein Podium mit einigen Rednern des Tages und mit der Gemeindepräsidentin Bettlachs, Barbara Leibundgut, und dem Bettlacher Hausarzt Andreas Rüeger,ermöglichte den Gästen einen direkten Austausch mit Experten von den verschiedensten Gebieten. Zur Sprache kamen die kostspieligen Wohnungen in Bettlach, welche sich nicht alle Familien leisten können oder wollen, was ein Grund für die hohe und steigende Zahl an älteren Menschen im Dorf ist. Weiter wurde die ältere Generation aufgefordert, ihre Bedürfnisse mitzuteilen und Hilfe anzufragen. An Unterstützung verschiedenster Art besteht in Bettlach nämlich kein Mangel, wie an den vielen Ständen deutlich erkennbar war.

Spende für Schulung

Nach dem Podium fand eine Übergabe einer Spende von 3000 Franken der Damen des Lions-Club Grenchen statt. Den Betrag hatten sie ihm Rahmen eines letztjährigen Anlasses für den Verein palliativeCare gesammelt. Mit dieser Spende sollen die Schulungen und Ausbildungen der Mitarbeiter des Vereins finanziert werden, damit sie weiterhin die bestmöglichen Dienstleistungen anbieten können.

Ernährung war nicht nur bei den Vorträgen ein Thema. Während des ganzen Tages gab es leckeres Essen wie selbst gebackenen Zopf, Suppe, Risotto und Kuchen. Für eine heitere Stimmung sorgte zum Abschluss des Tages das Alphornduo Ruedi Bauriedl und Kaspar Riedi. Das Datum des nächsten Anlasses ist noch nicht festgelegt. Es steht jedoch nichts im Wege, ihn wieder einmal zu wiederholen.