Bachtelen
Als der Verdingbub Roland M. Begert in Pension ging

Der ehemalige «Bachteler» und Autor Roland M. Begert erinnert sich und liest, mit historischen Bildern begleitet, aus seinem neuen Roman. Dies am kommenden Freitag im Sonderpädagogischen Zentrum an der Bachtelenstrasse 24 in Grenchen.

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Roland M. Bergert: Früher Verdingkind, heute Autor.

Roland M. Bergert: Früher Verdingkind, heute Autor.

az Langenthaler Tagblatt

Der neue Roman heisst «Die letzte Häutung» und schliesst an «Lange Jahre fremd» an, in dem Begert (*1937) anhand der Hauptfigur Florian seine Lebensgeschichte nachzeichnete. Er wuchs, wie sein Bruder, seine Mutter und viele Familienmitglieder, als Heim- und Verdingkind auf, wurde als Rechtloser zur Giesserlehre gezwungen und arbeitete lange als Hilfsarbeiter.

Schliesslich besuchte er das Abendgymnasium, studierte als Werkstudent an der Uni Bern, promovierte zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften und wirkte als Lehrer 30 Jahre vorwiegend an einem Gymnasium. «Die letzte Häutung» spannt den Bogen weiter: Lehrer Florian Morell zieht sich nach seiner Pensionierung in sein Berghäuschen zurück.

Vergangenheit in die Gegenwart zurückholen

In der Stille der Bergwelt und in seinem Schaukelstuhl erfährt er ein neues Lebensgefühl. Im gemächlich schaukelnden Vor und Zurück überkommt ihn die Fähigkeit, seine Vergangenheit in die Gegenwart zurückzuholen. Es entsteht ein Lehrerroman, in dem seine persönlichen Erfahrungen von der Rohrstockpädagogik der 1940er-Jahre bis zur Reformsucht der Gegenwart beschrieben werden.

Der Vortrag im Bachtelen beginnt um 18.30 Uhr. (rrg)