Grenchen
Alles ist bereit für den Rock am Märetplatz

Kurt Gilomen und sein Team stecken mitten im Schlussspurt für das kleine, aber feine Rockfestival, das am Samstag auf dem Grenchner Märetplatz stattfindet.

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Kurt Gilomen, Organisator des Rock am Märetplatz.

Kurt Gilomen, Organisator des Rock am Märetplatz.

Oliver Menge

«Ich freue mich riesig auf unser Fest», sagt Kurt Gilomen. «Vor allem freue ich mich darauf, viele alte Hasen aus der Schweizer Rockszene in Grenchen zu treffen. Wir hatten noch nie ein qualitativ so hochstehendes Line-up, das gibt eine geile und lustige Sache.»

Ganz ohne Nebengeräusche gingen die Vorarbeiten allerdings nicht über die Bühne. Insbesondere mit der Bewilligung durch die Stadtpolizei war es nicht einfach. «Um die Ausschankbewilligung beim Kanton zu erhalten, benötigten wir genau zwei Tage. Die Bewilligung der Stadt erhielten wir erst nach drei Monaten Anfang Juli, und das auch nur, weil sich Stadtpräsident François Scheidegger persönlich für uns einsetzte.»

Bevor am Samstagnachmittag um 13.30 Uhr «Basement Saints» auf der Bühne loslegen können, muss noch einiges erledigt werden. Denn noch stehen auf dem Märetplatz weder Bühne noch Zelte oder Bars, von denen es deren fünf geben wird. An jeder der Bars wird ein Thema inszeniert: Das Baracoa versetzt die Besucher mit seinen Drinks in die Südsee, die Bar des Krebs vermittelt Italianità mit Pizzen, das Passage serviert spanische Paella, der Bärensaal Lengnau zelebriert den Wilden Westen mit Cowboyhüten und Spareribs, Hörnli und Ghacketem. «Unsere eigene OK-Bar ist ganz im Mittelalter-Look gestaltet, sie wird von einer Gruppe in mittelalterlichen Kleidern betrieben und serviert auch mittelalterliche Getränke, wie Met und einer Eisvariation davon. Zum Genuss von süssen Crêpes kann man sogar vielleicht ab und zu einen echten Schwertkampf verfolgen», sagt Gilomen schmunzelnd. Am Freitagnachmittag wird mit dem Aufbau gestartet.

Auch die letzten Tage und Wochen seien intensiv gewesen, so Gilomen. Es galt, die letzten Dinge zu organisieren und zu kontrollieren. Das Meiste wurde bereits im Februar bestellt, aber die Schlusskontrolle sei halt immer die wichtigste.

Alle Helfer wurden am vergangenen Montag über ihre Einsatzpläne instruiert. «Und wir von der Corner Band als Hausband haben natürlich intensiv geprobt», sagt Gilomen. Denn bei ihrem Konzert, dem letzten der sieben Konzerte, werden illustre Gastmusiker auftreten. Wer genau, soll laut Gilomen eine Überraschung bleiben, nur soviel: «Leute, welche die Gruppe ‹Stolen Tunes› noch kennen, werden sich freuen.» Ebenfalls mit von der Partie ist Orlando, der Grenchner Johnny Cash.

Rock am Märetplatz ist ein reiner Benefizanlass, der gesamte Reinerlös geht an die Jabaheband, eine Band mit und für behinderte Frauen. (om)