Wahlen 2013
Alle halten FDP-Stapi-Kandidat Scheidegger die Stange

Die bürgerlichen Parteien Grenchens wollen sein ein einig Volk von Brüdern. FDP-Kandidat François Scheidegger wird rundum unterstützt.

Patrick Furrer
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FDP-Stapi-Kandidat François Scheidegger im Vormarsch.

FDP-Stapi-Kandidat François Scheidegger im Vormarsch.

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Die FDP hat entschieden, den 51-jährigen, früheren Stadtschreiber und Juristen François Scheidegger in den Kampf ums Stadtpräsidium zu schicken. Im Vorfeld hatten vor allem die Grünliberalen und die SVP vor der Nomination des Vize-Stadtpräsidenten Hubert Bläsi gewarnt. Alle vier bürgerlichen Parteien – SVP, CVP, BDP und GLP – hatten Scheidegger bevorzugt. Entsprechend froh ist man nun über die Wahl der Freisinnigen.

«Die FDP hat richtig entschieden, denn François Scheidegger ist der einzige valable Kandidat, der wirklich eine Chance hat», sagt etwa Eric von Schulthess von der GLP Grenchen-Bettlach. Er sei überzeugt, dass die Bürgerlichen – wenn sie zusammenstehen – mit Scheidegger reüssieren können. Deshalb halte er auch sein Wort und stehe nicht mehr als Kandidat fürs Stadtpräsidium zur Verfügung. Wäre Bläsi nominiert worden, hätte sich Eric von Schulthess als Sprengkandidat aufstellen lassen. «Ich stehe aber zu meinem Wort und unterstütze nun stattdessen den gemeinsamen, bürgerlichen Kandidaten François Scheidegger.»

Scheidegger der bessere Kandidat

Auch CVP, SVP und BDP sind froh, dass ihr Wunschkandidat das Rennen gemacht hat. Richard Aschberger, Präsident SVP Stadt Grenchen: «Mit dieser Konstellation sind die Chancen der Bürgerlichen intakt.» Roland Hartmann, BDP: «Jetzt können wir gemeinsam den Wahlkampf in Angriff nehmen und ersparen uns einiges an Theater, dass im Falle einer Nomination von Hubert Bläsi wohl auf uns zugekommen wäre.»

Auch Marco Crivelli von der CVP teilt die Meinung der anderen Parteipräsidenten, dass die Bürgerlichen nun zusammenhalten müssen. Scheidegger geniesse in Grenchen eine hohe Akzeptanz und sei ein hervorragender Kandidat. Dass mit ihm eine eher ruhige, besonnene Person ins Stadthaus einziehen könnte, sei ausserdem eine Chance. Crivelli räumt aber ein, dass man letztlich auch Hubert Bläsi unterstützt hätte. «Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir beide unterstützen würden, weil es das Wichtigste ist, dass die Bürgerlichen als Einheit hinter ihrem Kandidaten stehen. Dass François Scheidegger aber unser Wunschkandidat war, war ebenfalls von Beginn an klar.» Ähnliches gaben gestern auch Richard Aschberger und Roland Hartmann zu verstehen. Hartmann: «Wir hätten wahrscheinlich auch Bläsi unterstützt, aber nun sind wir froh, dass unser Topkandidat François Scheidegger nominiert worden ist.»

GT-Leser glauben an Scheidegger

In einer Online-Umfrage dieser Zeitung wurde gestern deutlich, dass eine Mehrheit der Zeitungsleser die Nomination Scheideggers bevorzugt und ihm gute Chancen für die Wahlen ausrechnet. So waren bis Redaktionsschluss 52 Prozent der Meinung, dass François Scheidegger reelle Chancen für die Wahl ins Stadtpräsidium hat.

Mit 39 Prozent dahinter lagen diejenigen, die glauben, dass SP-Mann Boris Banga immer noch zu stark ist, als dass er sein Amt nächstes Jahr abgeben müsste. Ein nicht repräsentatives Ergebnis, das trotzdem ganz klar vermuten lässt, wie hart und spannend der Wahlkampf werden dürfte.

Als dritte Antwort konnten die an der Umfrage Teilnehmenden angeben, dass sie lieber Hubert Bläsi gewählt hätten. Der Meinung waren noch 9 Prozent. Gesamthaft 56 Personen haben abgestimmt.

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