Gemeinnützig
Aktion Lichtermeer am Grenchner Weihnachtsmarkt beglückt zwei Familien

Die Aktion «Lichtermeer», die letztes Jahr während der Vorweihnachtszeit stattfand, beschert zwei Familien einen Zustupf ans Haushaltsbudget. Die Organisatoren haben am Weihnachtsmarkt rote Teelichter verkauft, der Erlös geht an die Familien.

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Von links: Anne-Lise Widmer, Präsidentin GGG, Barbara Pestalozzi Kohler, Leiterin Standortmarketing, Kultur und Sport Stadt Grenchen, sowie Markus Arnold, Präsident Weihnachtsmarkt.

Von links: Anne-Lise Widmer, Präsidentin GGG, Barbara Pestalozzi Kohler, Leiterin Standortmarketing, Kultur und Sport Stadt Grenchen, sowie Markus Arnold, Präsident Weihnachtsmarkt.

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Weihnachten, das Fest der Freude, soll auch Menschen Licht bringen, die im Leben etwas weniger begünstigt sind. Im Rahmen der Aktion Lichtermeer wurden auf Anregung des Standortmarketings, Kultur und Sport am Grenchner Weihnachtsmarkt rote Teelichter zum Preis von fünf Franken verkauft. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit dem Verein Weihnachtsmarkt und der Gemeinnützigen Gesellschaft Grenchen (GGG) statt.

900 Franken – der Verkaufserlös sowie ein grosszügiger Beitrag seitens GGG – konnte nun zwei Familien mit je zwei Kindern mit einem alleinerziehenden Elternteil übergeben werden. Die einen Kinder erhalten die dringend benötigen Bücher, den andern wird ihre sportliche Aktivität ermöglicht.

Förderung der Wohlfahrt

Die Gemeinnützige Gesellschaft Grenchen, kurz GGG, fördert seit 1893 die Wohlfahrt in Grenchen und Umgebung. Sie unterstützt in Not geratene Einzelpersonen, entwickelt, fördert und verbreitet innovative Ideen und modellhafte Projekte, als alleinige Trägerin oder in Zusammenarbeit mit anderen.

Seit jeher suchen die Mitglieder der GGG auf der Ebene der Gemeinde nach massgeschneiderten und auf die elementaren Bedürfnisse der Bevölkerung ausgerichteten Lösungen. Als erstes Ziel nannte die GGG die Gründung einer Koch- und Haushaltungsschule mit dem Zweck, «die älteren schulpflichtigen Mädchen zur Leitung des Hauswesens auszubilden». Geschickt wurde die Realisierung des Projektes in die Wege geleitet. 1896 übergab die GGG diese Schule der Gemeinde.

Diverse Vereinsgründungen

Als weitere Aufgabe nahm die Gesellschaft den Kampf gegen die Kindersterblichkeit auf. Auf Anregung der Gemeinnützigen Gesellschaft wurde im Jahre 1896 der Samariter-Verein Grenchen ins Leben gerufen. Auch heute noch ist dieser Verein eine wichtige Organisation in der Stadt. Weil Grenchen keinen Verkehrsverein hatte, nahm sich die Gesellschaft in den Jahren 1906/1907 auch dieser Aufgabe an. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges brachte auch in Grenchen Notsituationen. Die Gemeinnützige Gesellschaft stellte sich auf die neuen Forderungen der Zeit ein. Unter anderem konnte die bereits beschlossene Auskunftsstelle für Kinder- und Frauenschutz ihre Tätigkeit aufnehmen.

Eines der grösseren Hilfsprojekte, das die GGG unterstützte, war die Hilfe für die Gemeinde Steinach im Tirol. Eine Grenchner Delegation vergewisserte sich vor Ort über die dort herrschende grosse Not. Die Gemeinnützige Gesellschaft Grenchen beschloss, zusammen mit den Organen der Gemeinde im Tirol zu helfen. Es gelangten Kleider- und zahlreiche Lebensmittelspenden nach Steinach.

Die Gemeinnützige Gesellschaft Grenchen nahm in der Stadt eine weit grössere und bedeutendere Stellung ein, als man auf den ersten Blick annehmen würde. Auch heute noch ist die Wirkung der GGG beachtlich. Aber, der Tradition der GGG folgend «Tue Gutes und rede nicht darüber», werden die sozialen und gesellschaftlichen Leistungen nicht an die grosse Glocke gehängt. Persönlicher und unentgeltlicher Einsatz ist heute noch die Grundlage, auf der die Mitglieder arbeiten. (mgt, rww)