Für höhere Versorgungssicherheit
AEK saniert Leitung Grenchen-Pieterlen und Unterstation Grenchen

Die AEK Energie AG saniert die bestehende 50-Kilovolt-Leitung Grenchen-Pieterlen und die Unterstation Grenchen 1. Die BKW saniert zeitgleich ihren Leitungsteil, modernisiert die Unterstation Pieterlen und verkauft ihren Leitungsteil der AEK.

Merken
Drucken
Teilen
AEK investiert dafür insgesamt rund 2,5 Millionen Franken

AEK investiert dafür insgesamt rund 2,5 Millionen Franken

Urs Lindt

Die 50-Kilovolt-Leitung Grenchen-Pieterlen gehört je zur Hälfte der AEK Energie AG und der BKW. Die AEK besitzt den Leitungsteil im Kanton Solothurn und die BKW denjenigen im Kanton Bern. Die Eigentumsverhältnisse sind historisch begründet, machen aus technischer und betrieblicher Sicht aber wenig Sinn.

Die AEK wird der BKW ihren Teil der Leitung abkaufen und im Zuge bereits geplanter Netzerneuerungen auch die Freileitung Grenchen-Pieterlen sanieren, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Bauarbeiten beginnen, sobald alle Bewilligungen vorliegen, und werden voraussichtlich Mitte 2017 abgeschlossen sein. Die AEK investiert dafür insgesamt rund 2,5 Millionen Franken, die BKW rund eine Million Franken.

Vorausschauender Unterhalt und Ausbau

Mit Blick auf künftige Anforderungen ans Stromnetz hat die AEK bereits im 2012 einige technische Infrastrukturen in ihrem westlichen Netzgebiet erneuert: Sie hat die zwei 50-Kilovolt-Teilnetze zusammengeschaltet und so eine stärkere Netzvermaschung erreicht. Dazu seien auch diverse Schutzumbauten nötig geworden, schreibt die AKW. Die BKW habe zudem einen zweiten 132/50-Kilovolt-Transformator in der Unterstation Birchi und jeweils einen Sternpunktbildner in den Unterstationen Birchi und Selzach installiert.

Instandsetzung der 50-Kilovolt-Leitung Grenchen-Pieterlen:

-AEK wird die Leitung in den Bereichen Eichholzweg, Im Kornfeld und Muntersweg in den Boden verlegen.

-AEK baut die alte Freiluftanlage bei der Unterstation Grenchen 1 ab und integriert die Schalter ins Gebäude.

-BKW wird ihren Teil der Leitung vor dem Verkauf sanieren.

-BKW baut die alte 50-kV-Freiluftanlage der Unterstation Pieterlen komplett zurück und integriet die neuen Schalter ins Gebäude.

AEK und BKW haben für ihre Hoch- und Mittelspannungsnetze eine Zielnetzplanung und damit Planungsgrundsätze für Netzerneuerungen und -erweiterungen erarbeitet. Dabei haben sie die Entwicklung der Fotovoltaikanlagen, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt. «Ihre Netze werden der Herausforderung unregelmässig anfallender Stromproduktion gewachsen sein», heisst es vonseiten der Energieunternehmen.

Die geplante Sanierung der 50-Kilovolt-Leitung Grenchen-Pieterlen sowie weitere, für rund 8,8 Millionen Franken bereits umgesetzte Netzmassnahmen in der Region, führen dazu, dass auf den Bau der durch die BKW geplanten 132-Kilovolt-Leitung Pieterlen-Leuzingen verzichtet werden könne. Dies nicht zuletzt auch aufgrund des Trends zur vermehrt dezentralen Energieeinspeisung durch Fotovoltaikanlagen und der Tatsache, dass sich die wirtschaftliche Struktur in der Region anders entwickelt habe, als bei Projektbeginn angenommen. «Mit der Modernisierung der 50-Kilovolt-Leitung ist in der Region Grenchen die Versorgungssicherheit auch langfristig sichergestellt», so die AEK. (mgt)