mia
Abwarten, bis es zu spät ist?

Messeorganisator aus Wangen b. O. nimmt in Grenchen Anlauf.

Andreas Toggweiler
Andreas Toggweiler
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Es wird wieder eine mia geben. (Archiv)

Es wird wieder eine mia geben. (Archiv)

Hansjörg Sahli

Das ist ja schon mal eine gute Nachricht. Es soll dieses Frühjahr wieder eine mia stattfinden. Ein umtriebiger Organisator, der trotz seiner schillernden (politischen) Vergangenheit eine Chance verdient hat, ist seit Wochen am Weibeln und versucht dem Grenchner Gewerbe eine Teilnahme an der mia schmackhaft zu machen. Dabei stösst er auf eine alte Grenchner Krankheit: Alle warten ab, schauen zuerst, was die anderen machen, getrauen sich nicht, den ersten Schritt zu wagen, äussern sich zuerst einmal skeptisch zu Konzept und Organisator.

Natürlich gab es immer Probleme, Grenchner Gewerbler an die mia zu bringen. Auch dieses Jahr gibt es ehrenwerte Gründe dagegen. Im Herbst winkt schon die nächste Gewerbeschau am Grenchner Fest und viele Geschäfte haben nicht einmal für einen einzigen zusätzlichen Anlass die Ressourcen.

Diesmal muss sich Grenchen aber über eines im Klaren sein: Wenn es mit dieser mia nicht klappt, dann bedeutet dies das Ende. Das sagt der Veranstalter selber und ist damit überraschend ehrlich.

Bei allen verständlichen Schwierigkeiten, die sich immer wieder stellen. Das Gewerbe der Region Grenchen muss jetzt Farbe bekennen. Es geht um die Existenz der mia. Weiter Taktieren kann diesmal nicht die Lösung sein. Es wäre deshalb gut, wenn der eine oder die andere noch den Mut aufbrächte, die Bedenken abzulegen und sich für die mia anzumelden. Im Sinne der Rettung einer Grenchner Attraktion.

In anderen Jahren wäre ja die Anmeldefrist längst abgelaufen, doch die Messeleitung scheint sehr flexibel, zeigt sich offen für Last-Minute-Entschlossene und unkonventionelle Deals. Es gibt wieder eine Messe mit Gratiseintritt, der Lunapark ist zugesagt und auch das Abendprogramm. Viel mehr kann man für einen Neustart nicht erwarten.

andreas.toggweiler@azmedien.ch