Der Bericht zeigt detailliert auf, wie ein gut ausgebildeter Pilot mit viel Flugerfahrung in einer anspruchsvollen Situation die Nerven behielt und damit Schlimmeres verhindern konnte. Der Fluglehrer der Grenchner Ausbildungsfirma Maxim Air mit damals 8679 Flugstunden musste eine Piper Arrow auf der Grenchner Piste landen, nachdem das linke Fahrwerk trotz mehrmaliger Versuche nicht vollständig ausfuhr.

Das heikle Landemanöver gelang und alle drei Flugzeuginsassen blieben unverletzt. Nachdem die Piloten beim Anflug festgestellt hatten, dass die Kontrolllampe für das linke Fahrwerk eine Störung meldete, und auch verschiedene vorgeschriebene Prozeduren nicht zum Ziel führten, wurde das Problem durch einen Fluglotsen der Skyguide im Tower Grenchen auch optisch bestätigt: Das Fahrwerk blieb nur teilweise ausgefahren.

Damit wurde es etwas ungemütlich. In einer Schleife über Solothurn sprachen sich Pilot und Co-Pilot über die bevorstehende Landung ab und instruierten den Passagier über das richtige Verhalten. Der Motor wurde schon im Anflug abgestellt, die Treibstoffhahnen geschlossen. Mit dem Pedal hielt der Pilot das Flugzeug, so lange es ging, gerade auf der Piste.

Das linke Fahrwerkbein knickte ein und das Flugzeug kam auf der Grasnarbe zum Stehen. Eine technische Untersuchung zeigte gemäss Bericht die Ursache der Fahrwerkpanne auf: Ein Kabelbruch führte dazu, dass die Hydraulikpumpe zu früh abstellte; ein Verschleiss «als Folge einer fehlenden oder ungenügenden Schmierung» führte dazu, dass das Fahrwerk auch nicht aufgrund des Eigengewichtes einrasten konnte.

Schlussbericht Nr. 2273 der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle