Grenchen
Abriss eines Gewerbehauses hinterlässt Lücke

Mitten in der Stadt Grenchen ist eine Gebäuderückbaufirma daran, eine Gewerbeliegenschaft abzureissen. Was mit der Lücke an der Markstrasse passiert, ist noch ungewiss.

Oliver Menge
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Neben dem Sorag-Hochhaus wird ein kleines Gewerbegebäude abgerissen.

Neben dem Sorag-Hochhaus wird ein kleines Gewerbegebäude abgerissen.

Oliver Menge

Wo früher Garagen und eine kleine Gewerbeliegenschaft den Blick auf die Schild-Rust-Wiese versperrten, klafft schon bald eine Lücke. Zwischen dem Sorag-Hochhaus und dem Gebäude Markstrasse 9 wird in diesen Tagen ein kleiner Bau abgerissen, der vorne zwei Garagen beinhaltete, dahinter befand sich ein Gewerbebetrieb, die Licoswiss von Michael Liechti, der in seiner Firma Schneidsätze aus rostfreiem Stahl für Fleischwölfe herstellte. Liechti zog vor rund zwei Jahren um an die Däderizstrasse.

Grenchnerinnen und Grenchner fragen sich jetzt, ob hier der ominöse Durchgang von der Marktstrasse zu dem neuen Warenhaus entsteht, das auf der Schild-Rust-Wiese südlich der ETA gebaut werden soll, wie man vor Jahren einmal angedacht hatte.

Theodor F. Kocher, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Espace Real Estate AG, welche das Projekt Schild-Rust-Wiese als Eigentümer unter ihren Fittichen hat und die vor zwei Jahren auch den kleinen Gebäudekomplex erworben hat, winkt ab.

Momentan sei noch gar nichts geplant. Der Abriss des Gebäudes an der Marktstrasse sei lediglich beim Kauf vertraglich vereinbart worden und werde jetzt vollzogen. Spekulationen darüber, was, wann und ob überhaupt auf der Wiese dahinter etwas gebaut wird, weist er zurück.

«Es ist Einiges im Fluss und Ideen sind vorhanden, aber konkrete Informationen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgegeben werden.» Kocher hatte sich ja schon vor längerer Zeit geäussert und die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Investor, eine Warenhauskette wie beispielsweise Manor, einsteigt, als äusserst gering bezeichnet.

Aber es geistern noch andere Ideen umher, wie von verschiedenen Seiten zu vernehmen ist. So kennt man beispielsweise die Probleme der ETA, genügend Parkplätze für ihre Angestellten zu finden.

Klar ist, dass auch die Stadt ein grosses Interesse an einer Nutzung der Fläche hätte und diesbezüglich schon länger Gespräche zwischen allen Beteiligten laufen.

Die Lücke an der Marktstrasse jedenfalls wird nicht aufgefüllt. Laut Architekt Ivo Erard soll die Fläche mit Schotterbelag bedeckt und mit einigen Koniferen verschönert werden. Es wird auch keine Parkplätze geben, denn das würde ein dazugehörendes Gebäude voraussetzen.