Unwetter
Abgedeckte Häuser, überflutete Keller, Hagel: Unwetter im Solothurnischen

Heftige Regenfälle, Windböen und Hagelstürme sorgten im Kanton Solothurn heute Nacht für Turbulenzen. Bei Feuerwehr und Polizei gingen über 90 Schadensmeldungen ein. Besonders betroffen war das Gebiet um Solothurn und das Niederamt.

Merken
Drucken
Teilen
Auf die Sommerhitze folgten Gewitter
12 Bilder
Die entwurzelte Linde im Garten des Bischofpalais Solothurn
Die entwurzelte Linde im Garten des Bischofpalais
Reste des Gewittersturms vor dem Bischofpalais Solothurn
Geknickter Baum vor der Gärtnerei Waibel in Solothurn
Die Bahnlinie Solothurn - Langenthal wird in Solothurn geräumt
Ein Baum vor der Gärtnerei Waibel in Solothurn fiel auf ein Auto
 Hagelkorn im Waldgasthaus Chalet Saalhöhe im Solothurnischen Kienberg, aufgenommen von Jurka Lucek
Hagelkörner auf einer Wiese, aufgenommen von Jurka Lucek
Eingeschlagene Scheibe bei einem Chalet auf der Saalhöhe
Hagelschäden, aufgenommen von Jurka Lucek
Gartenrestaurant nach dem Gewittersturm, aufgenommen von Jurka Lucek

Auf die Sommerhitze folgten Gewitter

Leserfoto

Die heftigen Gewitter, die teilweise von Sturmböen begleitet waren, hielten Feuerwehr und Polizei letzte Nacht auf Trab. Auf der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn gingen über 40 Meldungen wegen umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern. Dazu kamen 50 Meldungen wegen überfluteten Kellern.

Am stärksten betroffen vom Unwetter war das Gebiet rund um die Stadt Solothurn sowie vom Oensingen runter ins Niederamt, wie Bruno Gribi von der Kantonspolizei Solothurn gegenüber az ausführt. In diesen Regionen liefen Keller voll und die Strassen mussten von umgestürzten Bäumen befreit werden. Dagegen wurde der Westen des Kantons von Schäden verschont.

Wind bis zu 119 km/h schnell

Durch herunterfallende Äste/Bäume wurden mehrere Autos beschädigt. Schäden entstanden auch an zahlreichen Hausdächern, die dem starken Wind nicht standhalten konnten. Beeindruckendes Bildmaterial lieferte auch Mobilereporer Jurka Lucek aus Kienberg im Kanton Solothurn. Hier war der Hagelsturm so kräftig, dass er Scheiben einschlug.

Schnappschuss vom Unwetter Haben Sie das Unwetter beobachtet und Fotos von Blitzen, heruntergefallenen Ästen oder abgedeckten Dächern geschossen? Schicken Sie uns Ihre Bilder per Mail an online@azmedien.ch oder per MMS an die Nummer 959  

Schnappschuss vom Unwetter Haben Sie das Unwetter beobachtet und Fotos von Blitzen, heruntergefallenen Ästen oder abgedeckten Dächern geschossen? Schicken Sie uns Ihre Bilder per Mail an online@azmedien.ch oder per MMS an die Nummer 959  

key / az

Auf dem Flughafen Grenchen hat Meteonews Sturmgeschwindigkeiten von bis zu 119 km/h gemessen. Die Bahnlinie Langenthal-Solothurn war zwischen Bannwil BE und Niederbipp BE unterbrochen. Zudem mussten mehrere Strassen gesperrt werden. Meldungen über verletzte Personen sind bis anhin keine eingegangen. Eine beeindruckende Regenmenge kam beim AKW Gösgen zusammen. Innerhalb zehn Minuten wurden 8 Liter pro Quadratmeter registriert.

Bischofpalais in Solothurn betroffen

Besonders betroffen war der Garten des Bischofspalais in Solothurn, wo der Bischof von Basel, Felix Gmür residiert. Mehrere Tannen wurden geknickt und ein mächtige, über 100 Jahre alte Linde regelrecht aus dem Boden gedreht und entwurzelt. Am Palais selbst entstand kein Gebäudeschaden. Ein Glasdach der benachbarten Gärtnerei Waibel landete allerdings im Bischofsgarten, doch ein ebenfalls geknickter Baum vor der Gärtnerei traf nicht das Hauprgebäude, sondern ein abgestelltes Auto.

Das stürmische Wetter wird der Schweiz heute erhalten bleiben, wie Meteorologe Peter Wick von Meteonews sagt. Gegen Abend sind neue Gewitterzellen zu erwarten. (rsn/oba/san/ww)