Grenchen

Abfallberg auf den Wiesen wird zum Thema an der Grega

Der Abfall ist gesammelt. Die Sechstklässler aus Selzach mit ihrer Lehrperson Cornelia Sutter und dem OK-Präsidenten und Vizepräsidenten des Landwirtschaftszeltes Benedikt Scholl und Simon Rudolf.

Der Abfall ist gesammelt. Die Sechstklässler aus Selzach mit ihrer Lehrperson Cornelia Sutter und dem OK-Präsidenten und Vizepräsidenten des Landwirtschaftszeltes Benedikt Scholl und Simon Rudolf.

Littering beschäftigt die Landwirte, weil dieser auf den Weiden ihren Tieren schwere Schäden zufügen kann. Deshalb soll an der Grenchner Messe Grega ein «Abfallbaum» im Bauernzelt zum Mahnmal werden. Schulkinder sammelten dafür Material.

Die Landwirte waren traditionell ein Teil der Ausstellung mia und machen auch an der neu organisierten Grenchner Gewerbeausstellung Grega von Ende Mai mit. «Littering», oder Abfall, der Tieren zusetzt, bewegt die Landwirte. Sie machen «Littering» im Landwirtschaftszelt an der Grega zum Thema und konnten die Selzacher Sechstklässler von Cornelia Sutter zum Sammeln von Abfall gewinnen. Der Abfallsammelnachmittag war gleichzeitig eine Aktivität im Rahmen der Aktion «schweiz bewegt».

Ein Baum als Mahnmal

«Das war interessant, zum Teil unangenehm und hat doch Spass gemacht», sagt ein Schüler. Sein Abfallsack mit Dosen, Plastik, leeren Flaschen und einigem mehr ist voll. Der gesammelte Abfall wird an der Grega an einen Baum aufgehängt. Informationstafeln zum Littering sollen die Besucher an der Grega motivieren, keinen Abfall auf die Wiesen zu werfen. Denn dieser ist nicht nur unschön, sondern kann von den Tieren unabsichtlich gefressen und für sie zu einer grossen Gefahr werden. Stark betroffen sind vor allem Bauernhöfe mit Grundstücken entlang der Verkehrsachsen.

Für die Schüler war es eine spannende Erfahrung zu einem Thema, das sie auch selber betrifft. In der Schule haben sie ihr eigenes Abfallverhalten betrachtet, der «praktische» Teil war dabei recht lehrreich.

Das Landwirtschaftszelt ist an der Gewerbeausstellung in Grenchen kaum wegzudenken. Die Landwirte des Bezirksvereins Grenchen-Solothurn und der Beratungsgruppe Staad-Grenchen und die Landfrauen Solothurn und Umgebung sind auch an der Grega in neuer Organisationsform mit dabei. «Die Landwirtschaft erhält im Zelt beim Eingang westlich des Velodrome ihren Bereich mit der bewährten Leberbergerstube, der Buurebar und der Themenausstellung», sagt der neue OK-Chef Landwirtschaft Benedikt Scholl.

Dank statt Drohfinger

«Littering ist leider im Moment aktuell». Als im letzten Jahr Landwirte verendete Kühe wegen aufgenommener Alutrinkdosen-Teile zu beklagen hatten, nahm der Bauernverband das Thema auf und stellte Plakate mit dem Text «Abfall tötet Tiere» an stark befahrene Strassen. Der Drohfinger der letztjährigen Plakate wird nun mit einer Motivation ersetzt. Die Landwirte danken im Namen ihrer Tiere für saubere Wiesen und Äcker. «Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass Wegwerfen für uns alle schädlich ist», sagt Benedikt Scholl.

Streichelzoo

Die Landwirte sind an der Grega auch für Gemütlichkeit besorgt. Ein Streichelzoo mit Ziegen, Schweinen, Kaninchen und Hühnern wird eingerichtet. Das kulinarische Angebot mit Erdbeertörtli, Hamme, Zopf, Buurebrot und Siedfleisch gehört ebenso dazu wie die Buurebar. Die Grega findet vom 28. Mai bis 1. Juni statt, ist also etwas kürzer als die bisherige mia. Dafür organisieren die Landwirte und Landfrauen neu ein Buure-
zmorge mit Anmeldung an Auffahrt, 29. Mai von 9.-11.Uhr.

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