831 Laufsportler gingen am 26. Bürenlauf an den Start. Adrien Diethelm, der seit 6 Jahren den Laufträff Büren präsidiert, zeigte sich sehr zufrieden: «Beliebt ist der Lauf, weil die abwechslungsreiche Strecke vorwiegend auf Naturwegen führt, und wird als Herbstlauf geschätzt.»

Erstmals erschien der Festführer zweisprachig, um auch die Lauffreunde in der Westschweiz anzusprechen. Cracks, Nordic Walkingbegeisterte, Kinder und Jugendliche schätzen den Anlass gleichermassen wie die vielen Zuschauer. Dies auch, weil Start und Ziel im Kern des historischen Stedtli stattfindet, da ist für ein tolles Ambiente gesorgt.

Ein warm up mit Mirja Jenni

Für die Laufsportler ist am Bürenlauf eine Strecke von 11.5 km vorgesehen. Ausgenommen die Kids: Für Jahrgang 2004 und jünger betrug die Distanz einen Kilometer, für die anderen Jahrgänge mit der Zusatzschlaufe 1,5 km.

Damit die Kids nicht ganz unvorbereitet ihren Lauf absolvierten, wurde ein warm up organisiert. Dafür hatte man die Oberwiler Spitzenläuferin und amtierende Meisterin über 10 000 m, Mirja Jenni, engagiert.

Voller Eifer und Begeisterung machten alle Kids mit. In vier Kategorien gingen 226 Kinder am Start. Etwas später füllte sich so langsam der Startraum. Gestartet wurde in zwei Gruppen.

In der ersten Gruppe Läuferinnen und Läufer, welche die Strecke in einer Stunde zu bewältigen vorhatten und anschliessend der Hauptharst. 20 Minuten später schickt man die Walker los auf eine Strecke von 8,4 km.

Mit am diesjährigen Bürenlauf dabei war der Vorjahressieger Solomon Tesfamariam, der am Jubiläumslauf 2011 mit 37,25 Minuten einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte.

Kann Steffisburger Rekord knacken?

Nur eine Frage bewegte das Publikum: Kann der Steffisburger seinen Rekord knacken? Ein anderer Name wurde gar nicht erst in Betracht gezogen. Doch es reichte nicht. Mit 39.16,3 Minuten lief der Steffisburger durchs Ziel, gefolgt von Fabian Kuert, Langenthal, ebenfalls unter 40 Minuten mit 39.41.4.

Auf den nächsten Plätzen: Benoit Babey, Magglingen, 40.32,2; Roman Gehrig, Zürich, 40.54; Markus Bigler, Schlosswil, 41.25,8; Bernhard Eicher, Grenchen, 41.55,2. Ein Rennen für sich lief Mirja Jenni: Die sympathische Oberwilerin stellte mit 42.42,7 Minuten einen neuen Streckenrekord für Damen auf.

Zweite wurde die Grenchnerin Sibylle Dürrenmatt mit 46.29,9. Bis zum Rang 6 schafften die Frauen eine Zeit unter 50 Minuten. Nach dem Lauf umarmten Oberwiler Kinder ihre Mirja Jenni. «Die Strecke um den Stedtliberg ist gar nicht so einfach, es geht auf und ab, mit einer Höhendifferenz von rund 120 Meter. Dabei muss man auch höllisch aufpassen, wohin man tritt», sagte Jenni.

Als schöne Strecke mit toller Rennatmosphäre bezeichnete der 75 jährige Toni Kollegger aus Grenchen den Bürenlauf, der nach einer Stunde das Ziel erreichte. Doch ununterbrochen feuerten die Zuschauerinnen und Zuschauer im Stedtli die Cracks an, und nicht nur den Schnellsten galt der Applaus.

Auszug Rangliste Herren: 1 Tefamariam Solomon, Steffisburg, 39.16,3; 2. Kuert Fabian, Langenthal 39.41,4; 3. Babey Benoit, Magglingen 40.32.2. Damen: Jenni Mirja, Oberwil b Büren, 42.42,7; 2. Dürrenmatt Sibylle, Grenchen, 46.29,9; 3. Chollet Maya, Palézieux 47.47.