Grenchen
50 Uhrmacher-Lehrlinge ziehen schon bald in diesen Metallcontainer

Der Spatenstich für den Neubau der Unterkünfte für die Lernenden der Uhrmacherschule ist vollzogen. Der Neubau bietet Platz für rund 50 Lernende, erfolgt in Modulbauweise und soll bereits am 25. September eingeweiht werden.

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So sollen die Unterkünfte für die Lernenden der Uhrmacherschule einmal aussehen.

So sollen die Unterkünfte für die Lernenden der Uhrmacherschule einmal aussehen.

Zur Verfügung gestellt

Bau- und Justizdirektor Roland Fürst sowie der Grenchner Stadtpräsident François Scheidegger haben am Donnerstagmorgen im ZeitZentrum den Spatenstich für das Projekt «Neubau Unterkünfte für die Lernenden der Uhrmacherschule» vollzogen.

Spatenstich mit Ballonen und Uhrmacherlupe Migro (von links): Raoul Stampfli (Förderstiftung), Zoe von Arx (Lernende), Baudirektor Roland Fürst und Stadtpräsident François Scheidegger.

Spatenstich mit Ballonen und Uhrmacherlupe Migro (von links): Raoul Stampfli (Förderstiftung), Zoe von Arx (Lernende), Baudirektor Roland Fürst und Stadtpräsident François Scheidegger.

Andreas Toggweiler

Die Unterkünfte mit entsprechender Infrastruktur für rund 50 Lernende wird auf dem Areal des Berufsbildungszentrums (BBZ) Grenchen realisiert.

BBZ Grenchen wird zum «Campus»

Der Neubau erfolgt in Modulbauweise. Dabei handelt es sich um vorfabrizierte und standardisierte Metallcontainer, mit einer Geschossfläche von zirka 700 m2. Im Container sollen 10 Einzel- und 20 Doppelzimmer, zwei Aufenthaltsräume, ein Administrations- und Technikraum und entsprechende Sanitärräume eingerichtet werden. Die Gesamtprojektleitung obliegt dem Kantonalen Hochbauamt.

Der Container ist zweigeschossig und nicht unterkellert. «Eine vorgehängte, perforierte Aluminiumfassade verleiht dem Gebäude den entsprechenden gestalterischen und architektonischen Ausdruck», heisst es in einer Mitteilung. Städtebaulich sollen das BBZ und die Lernenden-Unterkünfte eine Einheit bilden; das BBZ Grenchen wird zum «Campus».

Von der Infrastruktur können ab Oktober 2014 in erster Linie alle Lernenden des ZeitZentrums, aktuell sind es 160, profitieren.

Lange Tradition

Die Uhrmacherschule im Kanton Solothurn hat eine lange Tradition. 1884 wurde sie eröffnet. Bis 1995 blieb die Uhrmacherschule in Solothurn. Im Laufe der Zeit wurde sie zur Berufsschule für alle Uhrmacherlernende der deutschen Schweiz. Aufgrund der teilweise langen Anfahrtswege hat der Kanton bis 1995 Übernachtungsmöglichkeiten im Franziskanerhof, Solothurn, zur Verfügung gestellt. 1995 hat der Kantonsrat die Verlegung der Uhrmacherschule ins BBZ- Grenchen beschlossen. Ab diesem Zeitpunkt waren die Lernenden im Personalhaus des Alten Spitals untergebracht.

2009 hat der Regierungsrat die Abgabe des Alten Spitals, für die Realisierung eines Alters-, Pflege- und Weiterbildungszentrum inkl. Wohnungen, an die Sunnepark Grenchen AG beschlossen. Im Zusammenhang mit diesem Bauvorhaben mussten für die Lernenden des ZeitZentrums neue Unterkünfte evaluiert werden.

Das Hochbauamt hat verschiedene Möglichkeiten in der Region analysiert. Im Februar 2013 haben sich die Stadt Grenchen, die Stiftung Förderung ZeitZentrum (FZZ) Grenchen, das Amt für Bildung Mittel- und Hochschulen und das Hochbauamt für den Standort BBZ-Grenchen ausgesprochen.

Am 10. September 2013 bzw. 10. Dezember 2013 haben Regierungsrat und Kantonsrat den Verpflichtungskredit für den Neubau von zwei Millionen Franken genehmigt. Die Stiftung FZZ und die Stadt Grenchen partizipieren mit je 400'000 Franken am Projekt. Den Rest teilen sich Bund und Kanton.

Die Stiftung FZZ stellt den Betrieb der Lernenden Unterkünfte sicher. Zu diesem Zweck hat ihr der Kanton ein 30-jähriges Baurecht auf dem südlichen Teil des BBZ-Areals eingeräumt. (mgt)